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Zeitmanagement 45 Wege aus der Aufschieberitis

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18. Vergessen Sie Work-Life-Balance. Treffen sich die Leute abends zum Essen, dann ist häufig die Rede davon, wie lange einer noch arbeiten muss und wie er danach leben will. So mutieren Arbeit und Leben zu Konkurrenten, die es – Work-Life-Balance sei dank – gegeneinander abzuwiegen gilt. Unfug! Ausgeglichenheit ist eher im Längs- als im Querschnitt eines Lebens zu finden. Mal wiegt der Beruf schwerer, mal Familie. Machen Sie sich deswegen bloß keinen Stress. Solange die Waagschalen in Bewegung bleiben, leben Sie!

19. Arbeiten Sie in Ihren Hochphasen. Bei jedem Menschen gibt es innerhalb eines Tages unterschiedliche Leistungsphasen. Entscheidend dafür ist die sogenannte Chronobiologie. Der Organismus, also Stoffwechsel, Organtätigkeit, Konzentrationsfähigkeit – alles schwankt innerhalb eines Tages erheblich. Dabei unterscheiden sich vor allem die Frühaufsteher (auch Lerchen genannt. Sie stehen schon früh morgens auf und sind sofort topfit). Und die Langschläfer (auch Eulen genannt), die auch abends noch hell wach sind und sich gut konzentrieren können. Diese Typen sind unabhängig von der Schlafmenge, die der Einzelne braucht. Ihre individuellen Leistungsphasen liegen stark zeitversetzt. Wer seinen eigenen Typ kennt und dies im Alltag berücksichtigt, kann seine Leistung, Kreativität und Produktivität deutlich verbessern. Schwierige Aufgaben legt möglichst in die Hochphasen, den lästigen Kleinkram in die Durchhängerphasen.

20. Beginnen Sie mit dem Unangenehmsten. Packen Sie den Stier bei den Hörnern: In der Regel wird es die unangenehmste Aufgabe sein, die Sie die ganze Zeit vor sich herschieben. Warum nicht sofort morgens hinter sich bringen, wenn man noch frisch ist? Der Rest des Tages wird Ihnen umso leichter von den Hand gehen.

21. Bemühen Sie sich um Routinen. Wer sich um einen geregelten Tagesablauf bemüht oder bestimmte Aufgaben immer wieder zur selben Zeit erledigt, sorgt zwar für Eintönigkeit und Langeweile, er verringert aber auch die Nischen, in denen er etwas aufschieben könnte.

22. Vermeiden Sie Unterbrechungen. E-Mails kündigen sich im Posteingang an, mal klingelt das Telefon, mal das Handy, mal der Blackberry, mal platzen Kollegen ins Büro. Das ist schädlich für die Produktivität. Wissenschaftler der Universität Kalifornien fanden heraus, dass ein Büromensch sich gerade elf Minuten einer Aufgabe widmen kann, bevor er unterbrochen wird. Was noch schlimmer ist: Nach der unfreiwilligen Pause dauert es teils bis zu 25 Minuten, bis man den Faden wieder aufgenommen hat. So werden Sie nie fertig.

23. Lesen Sie Ihre Mails nicht sofort. Es gibt bereits eine so genannte Slow-E-Mail-Bewegung. Anhänger öffnen ihre Post nur noch zweimal am Tag. Dasselbe gilt für Anrufbeantworter oder Anrufe.

24. Vergessen Sie Multitasking. Einige Studien beweisen, Menschen sind nicht produktiver, wenn sie mehrere Aufgaben gleichzeitig erledigen. Im Gegenteil: Oft hindert es sie, konzentriert auf ein Ziel hinzuarbeiten. Außerdem verursacht Multitasking Stress. Versuchen Sie lieber Schritt für Schritt vorzugehen.

25. Konzentrieren Sie sich auf das, was Sie gerade tun. Unterbrechungsforscher (die gibt es wirklich) haben festgestellt, dass sich Büroarbeiter genauso oft selbst ablenken, wie sie unterbrochen werden. Zwingen Sie sich also dazu, sich auf die aktuelle Aufgabe zu konzentrieren, statt in Gedanken schon bei der nächsten zu sein.

26. Hören Sie Musik. Lieblingslieder können ein großartiger Motivator sein. Wenn Sie sich durch Musik bei der Arbeit nicht abgelenkt fühlen, hören Sie ein paar Melodien zum Aufmuntern.

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