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Zufrieden im Job?

Love it, change it or leave it!

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Selbstkompetenz ist essenziell


Aber nicht nur in der Selbständigkeit und beim Gründen sind Selbstkompetenz und -management essenziell, auch in Unternehmen werden diese Eigenschaften immer wichtiger. Wir entwickeln uns von einer Industrie- zu einer Wissensgesellschaft, in der Jobs kreativ und nicht mehr routiniert sind. Sie können nicht mehr in detaillierte Anleitungen gefasst werden. Wir müssen Verantwortung für unsere Aufgaben übernehmen und sie selbst gestalten, denn wir sind die Experten. Wissensarbeit zeichnet sich dadurch aus, dass der Arbeiter mehr über seine Arbeit weiß, als sein Vorgesetzter.
Immer mehr Menschen mit solchem Expertenwissen arbeiten nicht mehr in Angestelltenverhältnissen, sondern als Projektarbeiter. Sie bieten ihre Dienstleistungen und Kompetenzen auf Web-Plattformen an und versteigern sie dort. Das schafft einerseits Wettbewerb und die Transparenz verhindert andererseits, dass Unternehmen zu abhängig von den externen Arbeitern werden.

Wir brauchen Selbstkompetenz

Führung in einer Wissensgesellschaft muss bei diesen Arbeitsformen nicht mehr anleiten und vorgeben, sondern einen Rahmen bilden und verschiedene Arbeiter vernetzen. Dafür müssen wir mehr Verantwortung übernehmen, aber auch Risiken eingehen und vor allem keine Angst davor haben, etwas in unserem Leben zu verändern. Wir müssen selbständig und selbstbestimmt arbeiten und leben, wir brauchen Selbstkompetenz, werden zum CEO unseres eigenen Lebens. Und dazu gehört eben auch, „Stopp!“ zu sagen, wenn etwas nicht so läuft, wie es laufen sollte. Denn Dank Globalisierung und Digitalisierung nimmt auch der Wettbewerb und damit der Leistungsdruck zu. Gerade dann ist es wichtig, den Projekten und Aufgaben nachzugehen, die uns wirklich wichtig sind, uns erfüllen und motivieren. Denn nur so können wir dauerhaft Höchstleistungen erbringen.

Wie gehen Sie mit Stress und Ärger um?
Den Stress erkennenDenken Sie darüber nach, welche Faktoren Stress auslösen und bringen Sie diese in eine Rangfolge. Nicht alle Gründe wiegen gleich schwer. Stressauslöser, die bisher als unumgänglich gelten, könnten zu körperlicher und seelischer Beeinträchtigung führen. Quelle: Fotolia
Intuition nicht verkümmern lassenIn kritischen Situationen spontan regieren zu können, ist nicht nur auf der Straße wichtig. Auch im Büro sollte die Bedeutung des Bauchgefühls nicht unterschätzt werden. Wer in Situationen mit Kollegen und Kunden zu kopflastig reagiert, kann sie in Sekunden vergraulen. Laut Conen ist Intuition lernbar – und kann wieder erweckt werden, falls man dazu bereit ist. Quelle: Fotolia
Aufbrechen oder Ausharren?Jede Veränderung schenkt ein Stück neues Leben. Dennoch ist nicht jeder Unmut Grund genug, alles über den Haufen zu werfen. Veränderung ist kein Allheilmittel. Tiefen durchzustehen ist das eine, chronischer Frust das andere. Quelle: Fotolia
Die Gesundheit leidetViele vermeiden es über Jahre, sich Erschöpfung einzugestehen. Ein Burnout kann ein schleichender Prozess sein. Jahrelanger Medikamenten, Alkoholmissbrauch, Autoimmunerkrankungen oder psychische Auffälligkeiten weisen auf Erschöpfung hin. Quelle: imago images
Das Bauchgefühl verbessernLernen Sie ihre Sinne wieder einzusetzen. Riechen und fühlen Sie die Natur oder konzentrieren Sie sich auf die verschiedenen Bestandteile ihres Essens. Verlangsamen Sie eine Aktivität wenn es möglich ist und genießen Sie den Augenblick. Versuchen Sie die Umgebung abzuscannen und sich einzuprägen. Quelle: Fotolia
Das Chamäleon-PrinzipDas Chamäleon sollte das Tier dieses Jahrhunderts werden. Es zeigt alle Fähigkeit, die heute notwendig sind. Vor allem kann es sich auf veränderte Bedingungen einstellen. Es geht nicht darum, seine Authentizität zu verlieren. Es geht darum, sich nicht mehr zu wünschen, dass alles wieder so wird, wie es mal war. Das macht unglücklich. Wagen Sie in der Jobkrise den Sprung in eine zweite Karriere. Quelle: dpa
Neue Energie gewinnenHinterfragen Sie, wo Sie wie viel Energie investieren und ob es sich lohnt. Hinterfragen Sie Ihre innere Motivation und konzipieren Sie um. Schaffen Sie es Ihr Energielevel unter Kontrolle zu halten, bleibt mehr für die Freizeit über. Quelle: Fotolia

Wenn wir unser Leben nicht selbst in die Hand nehmen, dann tut es bald niemand mehr. Denn protektionistische Arbeitgeber wird es schon bald nicht mehr geben. Sichere Arbeitsplätze bis zur Rente gehören der Vergangenheit an.
Um nochmal auf die Projektarbeiter oder Spezialisten zurückzukommen: Wenn nur noch 40 Prozent der Menschen in längerfristigen Arbeitsverhältnissen stecken und der Rest Unternehmen von außen zuarbeitet (keine Sorge, ein Wechsel – je nach Lebensphase, ist durchaus möglich), brauchen Unternehmen keine Mitarbeiter mehr, die tun, was ihnen gesagt wird, sondern die wissen, was sie tun – vor allem Spezialisten.

Und wenn ein Mitarbeiter das eben nicht weiß, dann muss er gehen. Wir werden immer mehr selbstständig, auch wenn wir fest angestellt sind. Haben Sie andererseits keine Angst davor, Mitarbeiter zum Kündigen zu ermutigen. Denn wer nicht zufrieden mit seinem Job ist, wird ihn lange nicht so gut machen, wie jemand, der Lust darauf hat.


Nehmen Sie ihr Leben in die Hand!

Und genau so müssen Sie es mit ihrem Leben tun: Es ist etwas darin, was Sie nicht glücklich macht? Dann ändern sie es. Sie sind unzufrieden in Ihrem Job, aber wissen nicht wo Sie anfangen sollen? Probieren Sie es mal damit:


1. Machen Sie sich bewusst, dass kündigen nichts Schlechtes ist und es für einen Neuanfang nie zu spät ist. Viele Unternehmen schätzen sogar ältere, erfahrenere neue Mitarbeiter mehr als junge, weil sie mit einer ganz anderen Einstellung an viele Aufgaben herangehen. Und auch mit über 40 können Sie noch gründen oder sich selbständig machen. Spezialisten werden immer gebraucht und was auf dem Markt gefragt ist, wissen Sie dann vielleicht besser als die Jungen.
2. Informieren Sie sich über Alternativen. Auch über Alternativen, über die Sie noch nie nachgedacht haben. Auf Portalen wie Watchado können Sie bspw. Ihre Eigenschaften mit denen verschiedener Job-Profile matchen – eine Art Job-Dating – und dann in Videos, in denen Mitarbeiter in dieser Position mehr über ihren Job erzählen, Konkretes darüber erfahren. Vielleicht finden Sie dort ja ihre wahre Berufung.
3. Fragen Sie sich, ob der Job das Problem ist oder vielleicht nur ein Teil an dem Job. Ist es ein veränderungsresistenter Bremsklotz in einer Führungsposition? Oder vielleicht die Arbeitszeiten? Reden Sie mit Ihrem Chef darüber! Es gibt für alles eine Lösung – und wenn nicht, dann können Sie immer noch kündigen.
4. Fragen Sie sich, ob es schon immer einem Traum gab, den Sie verwirklichen wollten. Und suchen Sie eine Möglichkeit, das zu tun.
5. Machen Sie Feierabend! Aber natürlich nur, wenn Sie wollen. Es kann Sie niemand dazu zwingen, ihren Job zum Lebensinhalt zu machen. Wenn Sie Lust darauf haben, arbeiten Sie so viel wie sie wollen, aber wenn nicht, dann nicht. Irgendwann darf auch mal Feierabend sein. Und das heißt nicht, dass sie ihren Job nicht mögen oder nicht gut machen.

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