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Zukunft der Arbeit Personaler verschlafen mobiles Arbeiten

Wer arbeiten darf, wo er will, ist zufriedener und produktiver. Doch viele Unternehmen lassen diese Vorteile ungenutzt, wie eine Studie zeigt.

Zehn Karrieretipps, die Sie 2015 weiterbringen
Setzen Sie sich realistische ZieleDie Personalberatung Page Personnel rät Arbeitnehmern, die Tage zwischen den Jahren für eine sachliche Bestandsaufnahme zu nutzen: Was haben Sie in den vergangenen Jahren erreicht? Wo möchten Sie sich hin entwickeln? Und wie viele Schritte können Sie 2015 realistisch schaffen auf dem Weg zu Ihrer Wunschposition? Überlassen Sie Ihre Karriere nicht dem Zufall, sondern setzen Sie sich klare Ziele für 2015. Notieren Sie, was Ihnen im Berufsleben wichtig ist. So haben Sie den Blick auf das Wesentliche gerichtet und lassen sich nicht aus der Spur bringen. Quelle: Fotolia
Suchen Sie sich neue PerspektivenManchmal ist die Zeit reif für einen Jobwechsel. Nutzen Sie die Chance, um in alle Richtungen zu denken. Wollen Sie in Ihrem jetzigen Arbeitsfeld bleiben? Möchten Sie vielleicht in einer anderen Branche arbeiten? Oder gar ins Ausland gehen? Überlegen Sie, auf welche Branche sich Ihre Kompetenzen und Erfahrungen übertragen lassen. In ähnlichen Marktsegmenten stehen Ihre Chancen gut, eine neue Herausforderung zu finden. Oder vielleicht reizt Sie der Wechsel von Kunden auf Lieferantenseite? Egal wie Ihr Weg aussieht, jede Karriere hat ihr eigenes Profil. Quelle: Fotolia
Bringen Sie Ihren Lebenslauf auf VordermannBevor Sie sich jedoch irgendwo bewerben, bringen Sie erst einmal Ihren Lebenslauf auf den neuesten Stand: Was haben Sie geleistet, was waren Ihre größten Erfolge, was ist Ihr Alleinstellungsmerkmal? Da die Jobsuche - wie alles andere auch - zunehmend mobiler wird, sollten auch die Lebensläufe auf die Smartphone-Bewerbung umgestellt werden. Was früher im Anschreiben erklärt wurde, geht verkürzt in den Lebenslauf über. Bewerber sollten unter den einzelnen Karrierestationen beschreiben, was sie dort gemacht haben und Erfolge hervorheben. Wichtig ist, dass der Lebenslauf dabei nicht ausartet – die Punkte sollten kurz, klar und übersichtlich aufgeführt werden. Quelle: Blumenbüro Holland/dpa/gms
Suchen Sie sich einen MentorViele Firmen bieten heute bereits Mentorenprogramme für Berufseinsteiger an. Aber auch auf dem weiteren beruflichen Weg ist es wertvoll, einen Karrierecoach im Unternehmen zu haben. Gehen Sie aktiv auf Ihren Wunschmentor zu, zum Beispiel mit konkreten Handlungsvorschlägen. Viele Manager nehmen solche Kontaktangebote dankbar an, um ihre Verbindung zur Belegschaft zu stärken. Überlegen Sie, wie Ihr Mentor von Ihnen profitieren kann und was Sie ihm anbieten können. Im Gegenzug wird er Sie bei Ihrer Karriereplanung unterstützen. Quelle: dpa Picture-Alliance
Bilden Sie sich weiterIn der heutigen Arbeitswelt ist kontinuierliches Lernen Pflicht. Hier gilt der Grundsatz: Wer rastet, der rostet. Selbst erfahrene Fach- und Führungskräfte bilden sich permanent weiter. Dabei kann eine richtig ausgewählte Weiterbildung den nächsten Schritt auf der Karriereleiter bedeuten: Sie signalisiert dem Arbeitgeber Leistungsbereitschaft und Erfolgswillen und kann je nach Branche neue Beschäftigungsmöglichkeiten oder ein höheres Gehalt eröffnen. Bei Ingenieuren beispielsweise profitieren diejenigen, die gleichzeitig technisches und betriebswirtschaftliches Know-how mitbringen. Für viele Ingenieure werden daher berufsbegleitende IHK- oder MBA-Lehrgänge immer interessanter, die in Rechnungswesen und Controlling, Management und Marketing schulen und gezielt auf Führungsaufgaben vorbereiten. Quelle: Fotolia
Verhandeln Sie Ihr Gehalt neuBereiten Sie das Gehaltsgespräch mit Ihrem Vorgesetzten fundiert vor. Arbeiten Sie im Vorfeld klar heraus, welchen Beitrag Sie zum Erfolg des Unternehmens leisten. Welche Argumente rechtfertigen Ihren Gehaltswunsch: Haben Sie mehr Personalverantwortung übernommen? Ihren Aufgabenbereich erweitert? Umsatzziele übertroffen oder Projekte erfolgreich abgeschlossen? Vor dem Gespräch sollte Sie für sich die Höhe Ihres Gehaltswunsches definieren. Bedenken Sie, dass die Zahl, die Sie nennen von Ihrem Gegenüber als Verhandlungsbasis aufgefasst wird. Prinzipiell gilt: je besser Sie vorbereitet sind, desto wahrscheinlicher ist es, dass Ihr Vorgesetzter Ihnen eine Gehaltserhöhung bewilligt. Quelle: Fotolia
Bauen Sie Ihr Netzwerk ausMachen Sie sich zunächst Ihr vorhandenes Netzwerk bewusst. Dann überlegen Sie, wie und in welche Richtung Sie es ausbauen wollen. Networking ist allerdings deutlich mehr, als wahllos Kontakte zu horten. Richtiges Netzwerken ist ein konstantes Geben und Nehmen. Werden Sie sich daher über Ihre Stärken klar und vermarkten Sie diese gewinnbringend. Quelle: Fotolia

Die Personalabteilungen deutscher Unternehmen sind sehr zurückhaltend, wenn es darum geht, Angestellten das Arbeiten außerhalb des Büros zu ermöglichen. Das belegt die Studie „Enterprise Mobility 2015“ des Marktforschungs- und Beratungsunternehmens techconsult im Auftrag von Microsoft Deutschland. Dafür wurden Personalverantwortliche in 300 deutschen Unternehmen mit mindestens 250 computerisierten Arbeitsplätzen befragt.

Zwar sind die entscheidenden Vorteile mobiler Arbeit bekannt, vor allem eine höhere Zufriedenheit der Mitarbeiter und ein Effizienzgewinn für die Unternehmen. Doch diese Vorteile werden offenbar nicht ergriffen.

Im Rahmen der ersten Teilstudie wurden Personalabteilungen zu ihren Einschätzungen hinsichtlich Nutzen und Einsatz entsprechender Technologien befragt. Demnach sehen 67 Prozent der Personaler mobiles Arbeiten als ausschlaggebenden Faktor dafür an, dass Projekte zeitsparend umgesetzt werden können.

64 Prozent glauben, dass weniger Projekte scheitern würden, wenn Mitarbeiter durch entsprechende IT-Infrastruktur mobiler arbeiten könnten. 61 Prozent glauben, dass solche Strukturen die Effizienz der Arbeitsabläufe steigern können. Als weitere Vorteile mobilen Arbeitens nannten die Befragten bessere Erreichbarkeit, Kostenreduzierung, schnellere Entscheidungs- und Abstimmungsprozesse sowie vereinfachten Informationsaustausch.

Besondere Bedeutung hat die Möglichkeit, außerhalb des Büros zu arbeiten, für die Attraktivität eines Unternehmens als Arbeitgeber. 66 Prozent der Personaler sind der Überzeugung, dass Mitarbeiter zufriedener sind, wenn sie mobil arbeiten können.

„Die Ergebnisse der Studie decken sich mit unseren Erfahrungen“, sagt Elke Frank, Direktorin für Personalwesen und Mitglied der Geschäftsleitung bei Microsoft Deutschland. „Die Einführung einer modernen technischen Infrastruktur reicht aber nicht. Es braucht gleichzeitig einen weitreichenden Führungs- und Kulturwandel innerhalb der Unternehmen. Nur in dieser Kombination kommen die Vorteile flexiblen Arbeitens voll zur Geltung.“

In Arbeit
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Ungeachtet der großen Zustimmung zu den Vorteilen offenbart die Studie aber, dass die tatsächliche Einführung mobiler Arbeitstechnik keine Priorität für Personaler hat – auch im Vergleich mit den in weiteren Teilstudien befragten IT- und Marketingabteilungen.

So sehen insgesamt nur 48 Prozent der Personaler einen Bedarf in der Umsetzung einer Mobil-Strategie. Hiermit grenzen sie sich deutlich von der Gesamtheit der Befragten ab: Über alle Fachbereiche hinweg sind 59 Prozent der Befragten überzeugt, zukünftig mobiles Arbeiten zu nutzen.

Die geringe Initiative der HR-Abteilungen spiegelt sich auch darin wider, dass sie es nur in 14 Prozent der Fälle selbst sind, die das Thema Enterprise Mobility treiben. An der Spitze stehen hier mit 61 Prozent und somit großem Abstand die IT-Abteilungen.

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