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Estlands Notenbankchef Hansson Anleihenkäufe könnten in einem Schritt beendet werden

Die Kritiker des milliardenschweren Anleihenkaufprogramms der EZB haben ein weiteres Argument für seine Abschaffung: Estlands Notenbankchef Ardo Hansson glaubt, dass das Programm in einem Schritt beendet werden könnte.

Der estnische Notenbankchef glaubt, dass sich das Anleihenkaufprogramm der EZB leicht beenden ließe. Quelle: Reuters

Die EZB könnte nach Einschätzung eines ihrer führenden Notenbanker nach September die umstrittenen Anleihenkäufe komplett herunterfahren. „Ich denke, wir können ohne Probleme in einem Schritt auf null gehen“, sagte Estlands Notenbankchef Ardo Hansson der „Börsen-Zeitung“ (Dienstagausgabe). Man müsse da keine große Feinabstimmung betreiben. Die Verringerung der monatlichen Käufe auf zunächst 60 von einst 80 Milliarden Euro und jetzt auf 30 Milliarden sei ohne Turbulenzen an den Märkten geschehen, was ermutigend sei.

„Wenn sich Wachstum und Inflation aber mehr oder weniger in Einklang mit den Projektionen entwickeln, wäre es sicher denkbar und auch angebracht, die Käufe nach September zu beenden“, ergänzte Hansson. Die gut laufende Wirtschaft in der Euro-Zone spreche dafür, die geldpolitische Unterstützung allmählich zu drosseln. Die jüngste Aufwertung des Euro sieht das EZB-Ratsmitglied gelassen. „Das sollte man nicht überdramatisieren.“

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