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EU-Ausstieg Brexit kostet London weniger Jobs als befürchtet

Bis zu 10.000 Arbeitsplätze werden wohl aufgrund des Brexits aus dem Londoner Finanzzentrum ausgelagert – deutlich weniger als erwartet.

Tausende Arbeitsplätze werden wegen des Brexits bald ausgelagert. Quelle: dpa

LondonDie mit dem EU-Ausstieg verbundene Abwanderung von Arbeitsplätzen aus dem Finanzzentrum London wird laut einem Währungshüter geringer ausfallen als zunächst befürchtet. Der für Aufsichtsfragen zuständige Vizechef der Bank of England (BoE), Sam Woods, räumte am Donnerstag vor einem Parlamentsausschuss ein, dass die von ihm 2017 genannte Zahl von rund 10.000 betroffenen Stellen wohl zu hoch gegriffen war: „Ich denke, dass sie im Bereich zwischen 5.000 und 10.000 liegen wird.“ Die Tendenz gehe dahin, dass die Zahl letztlich eher am unteren als am oberen Ende dieser Spanne liegen werde.

Dies deckt sich mit einer jüngsten Reuters-Umfrage unter 119 Finanzfirmen: Demnach sollen 5.000 Jobs wegen des Brexit bis März 2019 aus der britischen Hauptstadt abgezogen werden oder in den dann verbleibenden 27 EU-Staaten neu entstehen. Sechs Monate zuvor hatten die Befragten noch mit doppelt so vielen Umzügen gerechnet. Paris ist mittlerweile zum populärsten Ziel der Brexit-Abwanderer aufgestiegen und hat Frankfurt überholt.

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