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EU-Austritt EU-Staaten fordern härtere Regeln für Investmentfirmen nach dem Brexit

Die Mitgliedsländer der EU wollen in London ansässige Wertpapierfirmen auch nach dem Brexit noch kontrollieren können. Deswegen fordern sie strengere Regeln.

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Nach dem Brexit gelten für Wertpapierfirmen mit Sitz in Großbritannien die gleichen Regeln wie für Firmen außerhalb der EU. Das soll von der EZB beaufsichtigt werden. Quelle: dpa

Brüssel Die EU-Staaten wollen die häufig in London ansässigen Wertpapierfirmen auch nach dem EU-Ausstieg Großbritanniens kontrollieren. Den Geldhäusern soll vorgeschrieben werden, in Euro-Ländern Ableger eröffnen zu müssen, wenn sie dort noch Geschäfte machen wollen, teilten die EU-Botschafter nach der Entscheidung am Montag in Brüssel mit.

Die Vorgabe richtet sich offiziell an alle Wertpapierfirmen außerhalb der EU. Nach dem Brexit zählen dazu auch die Institute in Großbritannien. Diese sollen zudem von der Europäischen Zentralbank (EZB) beaufsichtigt werden, um regulatorische Schlupflöcher zu vermeiden. Als Nächstes müssen die Mitgliedsländer und die Kommission in Vermittlungsverhandlungen einen Kompromiss finden. Die Position des EU-Parlaments ähnelt der der Länder.

In der EU gibt es rund 6000 der Finanzfirmen, darunter Goldman Sachs und JP Morgan. Etwa die Hälfte von ihnen betreibt ihr Europageschäft aus dem Königreich heraus.

Gleichzeitig sollen die Eigenkapitalvorschriften für Wertpapierfirmen reformiert werden. Die Unternehmen arbeiten ähnlich wie Banken, akzeptieren allerdings keine Einlagen und stellen keine Darlehen zur Verfügung. Bislang gelten für sie die gleichen Eigenkapitalauflagen (CRR/CRD4) wie für Banken. Die neuen Regeln sollen den Unterschieden in den Geschäftsmodellen Rechnung tragen.

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