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Euro-Raum Kreditvergabe der Banken zieht im Mai an

Die Banken im Euro-Raum haben im Mai deutlich mehr Darlehen vergeben als im Vorjahresmonat. Davon profitieren Unternehmen und Privathaushalte.

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Die Europäische Zentralbank hält den Leitzins seit März 2016 auf 0,0 Prozent, um für günstige Finanzierungsbedingungen zu sorgen. Quelle: dpa

Frankfurt Das viele billige Geld der EZB treibt den Kreditfluss im Euro-Raum weiter an. Im Mai reichten Banken an Unternehmen 3,6 Prozent mehr Darlehen aus als vor Jahresfrist, wie die Europäische Zentralbank (EZB) am Mittwoch in Frankfurt mitteilte. Im April lag das Plus noch bei 3,3 Prozent. An die Privathaushalte vergaben die Banken im Mai 2,9 Prozent mehr Kredite als ein Jahr zuvor.

Die Währungshüter halten ihren Leitzins bereits seit März 2016 auf dem Rekordtief von 0,0 Prozent. So wollen sie für günstige Finanzierungsbedingungen sorgen. Erst kürzlich stellten sie in Aussicht, ihren Niedrigzinskurs noch bis mindestens über den Sommer 2019 hinweg beizubehalten.

Seit mehr als drei Jahren erwerben die Euro-Wächter zudem in großem Stil Staatsanleihen und andere Wertpapiere, um Banken zur stärkeren Vergabe von Krediten an Firmen und Haushalte anzuregen. Wegen der rundlaufenden Konjunktur will die EZB aber die Käufe bis Ende dieses Jahres einstellen. Der Gesamtumfang der Transaktionen wird dann eine Größenordnung von 2,6 Billionen Euro erreicht haben.

Die von der EZB genau verfolgte Geldmenge M3 nahm im Mai um 4,0 Prozent zu. Volkswirte hatten mit einem Anstieg um 3,8 Prozent gerechnet. Neben Bargeld und Einlagen auf Girokonten gehören auch Geldmarktpapiere sowie Schuldverschreibungen zur Geldmenge M3. Mittel- bis langfristig ist Ökonomen zufolge die Entwicklung der Geldmenge eng mit der Inflationsentwicklung verknüpft.

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