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Euro-Rettungsschirm ESM-Chef Regling: Schuldenerleichterungen für Griechenland nur bei schärferer Kontrolle

Der ESM-Chef Klaus Regling warnt Griechenland davor, von bereits gemachten Zusagen abzurücken. Das Land wird seit 20120 mit Hilfskrediten versorgt. Quelle: dpa

LuxemburgDas hoch verschuldete Griechenland müsste bei neuen Schuldenerleichterungen nach Ansicht von ESM-Chef Klaus Regling stärker kontrolliert werden. „Wenn es eine zusätzliche Schuldenerleichterung gibt, müsste es auch zusätzliche Überprüfungen, eine Art von strengerer Kontrolle geben“, sagte Regling in einem am Wochenende veröffentlichten Interview der griechischen Zeitung „Proto Thema“. Regling ist Chef es Euro-Rettungsschirms ESM.

Im August läuft das dritte und bis zu 86 Milliarden Euro schwere Rettungsprogramm für Griechenland aus. Danach will sich das Krisenland wieder eigenständig frisches Geld am Markt beschaffen. Bis zum Sommer muss die Gruppe der 19 Euro-Länder entscheiden, ob sie der Regierung in Athen bei den mittelfristigen Schulden weiter entgegenkommt. Ein Schuldenschnitt, gegen den sich unter anderem Deutschland bisher gewehrt hatte, ist nicht im Gespräch.

Griechenland wird seit 2010 mit Hilfskrediten der Euro-Partner und des Internationalen Währungsfonds gestützt. Regling warnte die Regierung in Athen, von bereits gemachten Zusagen - etwa über die im Land heftig umstrittene Reform des Rentensystems - abzurücken. „Wenn die Rentenreform gekippt wird, dann bricht auch der Rest des Rettungsprogramms zusammen“, sagte er. „Das ist ein Paket, das so vereinbart wurde. Und ich gehe davon aus, dass es auch umgesetzt wird“. Griechenland wird am Montag auch Thema beim Treffen der Finanzminister der Euro-Zone sein.

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