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Euro-Zone Frankreichs Notenbank-Chef sieht Talsohle bei Zinsen allmählich erreicht

Der Notenbankchef von Frankreich verteidigt die niedrigen Leitzinsen der EZB. Wegen der Konjunkturabkühlung müssten die Sätze derzeit tief bleiben.

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Der französische Notenbank-Chef will die Inflationsziele der Währungshüter verständlicher kommunizieren. Quelle: Bloomberg

Die Zinsen im Euro-Raum werden aus Sicht von Frankreichs Notenbank-Chef Francois Villeroy de Galhau voraussichtlich nicht viel weiter sinken. Die Märkte erwarteten, „dass die kurzfristigen Zinssätze nicht weit von ihrem Tiefpunkt entfernt sind“, sagte das EZB-Ratsmitglied am Donnerstag auf einem Bankenkongress in Frankfurt. Das erscheine auch ihm vernünftig. Aktuell müssten wegen der Konjunkturabkühlung im Euro-Raum, die vor allem auch Deutschland betreffe, die Sätze aber tief bleiben. „Es wäre widersinnig, wenn die EZB heute ihre Leitzinsen anhebt.“

Die Europäische Zentralbank (EZB) hält ihren Leitzins bereits seit März 2016 auf dem Rekordtief von 0,0 Prozent. Zudem müssen Banken seit 2014 Strafzinsen zahlen, wenn sie bei der Euro-Notenbank überschüssige Gelder parken. Der sogenannte Einlagensatz liegt derzeit bei minus 0,5 Prozent. In Deutschland klagen die Geldhäuser schon seit längerem, dass die Ultratiefzinsen an ihren Gewinnen nagen.

Der französische Notenbank-Gouverneur, der seinen Vortrag in Deutsch hielt, trat zudem für eine Klarstellung des Inflationsziels der Währungshüter ein. Dieses müsse den Wirtschaftsakteuren, den Unternehmen und Haushalten, besser erklärt werden. „Diese Klarstellung ist wesentlich, damit sie ihre Inflationserwartungen besser anpassen können.“ Die EZB strebt knappt zwei Prozent Inflation als Optimalwert für die Wirtschaft an, verfehlt dieses Ziel aber bereits seit Frühjahr 2013. Die neue EZB-Präsidentin Christine Lagarde hatte in Aussicht gestellt, die Notenbank-Strategie auf den Prüfstand zu stellen. Letztmalig geschah dies vor 16 Jahren.

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