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Europäische Zentralbank Ratsmitglied Knot fordert Ende der Anleihenkäufe

Im Oktober hat die Europäische Zentralbank ihre umstrittenen Anleihekäufe bis Herbst 2018 verlängert. Wenn es nach dem niederländischen Ratsmitglied Klaas Knot geht, sollten die Käufe dann jedoch auslaufen.

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Quelle: dpa

London Die Europäische Zentralbank sollte nach Einschätzung des EZB-Ratsmitglieds Klaas Knot ihre umstrittenen Anleihenkäufe nach September 2018 beenden. Die Inflationsdaten in Euroland stellten keine Gefahr mehr für die Preisstabilität dar, sagte der niederländische Notenbankchef am Mittwoch. Deshalb forderte er von September 2018 an ein vollständiges Auslaufen der Bondkäufe. Das Programm sei hinfällig.

Ähnlich hatte sich kürzlich bereits EZB-Direktor Benoît Cœuré geäußert. "Das wirtschaftliche Umfeld verbessert sich, Preisdruck baut sich auf und wir brauchen die monatlichen Käufe immer weniger", sagte der Franzose im Interview mit dem Handelsblatt. Daher könne die EZB auch hoffen, dass die im Oktober beschlossene Verlängerung der Anleihenkäufe die letzte gewesen sei.

Die Euro-Notenbank hatte auf ihrer Zinssitzung im Oktober beschlossen, wegen der verbesserten Konjunktur die Anleihenkäufe ab Januar auf 30 Milliarden Euro pro Monat zu halbieren. Die Käufe werden dafür aber bis mindestens Ende September 2018 fortgesetzt. Ein klares Enddatum für die Transaktionen nannten die Währungshüter nicht. Vor allem in Deutschland ist das Programm umstritten. Die EZB will damit die Wirtschaft und die aus ihrer Sicht zu niedrige Inflation anschieben.

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