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Ewald Nowotny EZB muss Marktverzerrungen vermeiden

Österreichs Notenbankchef Ewald Nowotny mahnt die EZB zur Vorsicht bei den großangelegten Anleihenkäufen. Es könnten negative Effekte für die Finanzstabilität bis hin zur Blasenbildung auftreten.

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Der österreichische Notenbankchef ist Mitglied des EZB-Rates. Quelle: Reuters

Frankfurt Die EZB muss nach den Worten von Österreichs Notenbank-Chef Ewald Nowotny aufpassen, mit ihren großangelegten Anleihenkäufen keine Marktverzerrungen auszulösen. Ein Kaufprogramm könne negative Effekte für die Finanzstabilität haben, indem es zu Blasenbildungen oder anderen Problemen auf den Finanzmärkten führe, sagte das EZB-Ratsmitglied am Freitag. „Und das ist meines Erachtens eigentlich die Hauptproblematik.“ Zinssätze für Anleihen mit geringer Qualität ohne Rating lägen schon in der Größenordnung, die sonst Zinssätze für Staatsanleihen aufwiesen. Das gebe ihm zu denken, sagte Nowotny.

Die Europäische Zentralbank (EZB) und die nationalen Notenbanken der Euro-Länder erwerben seit März 2015 in großem Stil Staatsanleihen und andere Wertpapiere. Mitte 2016 kamen auch noch Firmenanleihen dazu. Das gesamte Kauf-Programm ist inzwischen auf 2,55 Billionen Euro angelegt und soll noch bis mindestens Ende September 2018 laufen.

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