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EZB-Chef Mario Draghi „Lockere Geldpolitik nach Finanzkrise war erfolgreich“

Die Europäische Zentralbank hatte auf die weltweite Finanzkrise mit einer extrem lockeren Geldpolitik reagiert. EZB-Chef Mario Draghi bestärkt diesen Kurs und erklärt die Strategie aus heutiger Sicht als erfolgreich.

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Die extrem lockere Geldpolitik ist nach Einschätzung des EZB-Chefs erfolgreich gewesen. Quelle: AP

Lindau/Frankfurt Die extrem lockere Geldpolitik als Reaktion auf die weltweite Finanzkrise ist nach Einschätzung von EZB-Chef Mario Draghi erfolgreich gewesen. Die geldpolitischen Schritte und die Regulierung in den vergangenen zehn Jahren hätten die Welt widerstandsfähiger gemacht, sagte der Italiener am Mittwoch in Lindau am Bodensee laut Redetext.

Er räumte allerdings ein: „Wir müssen uns der nach wie vor bestehenden Lücken in unserem Wissen bewusst sein.“ In diesem Zusammenhang seien ökonomische Studien besonders wichtig für den Kurs der Notenbank. Geldpolitische Schritte, die auf gründlicher Forschung aufbauten, seien weniger anfällig, noch durch politische Kompromisse beeinträchtigt zu werden. Dann sei Geldpolitik auch leichter der Öffentlichkeit zu vermitteln. „Forschung hilft uns zu entscheiden, ob eine Veränderung der Fakten eine geldpolitische Antwort erfordert, oder ob wir, wie wir sagen, durch sie hindurchschauen können.“

Draghi nimmt derzeit an der sechsten Lindauer Tagung der Wirtschaftswissenschaften teil, einer ökonomischen Fachveranstaltung, und hält dort die Eröffnungsrede. An der Tagung nehmen 17 Nobelpreisträger und 350 Nachwuchsökonomen aus 66 Ländern teil. Darunter sind auch Oliver Hart und Bengt Holmström, die 2016 gemeinsam den Wirtschaftsnobelpreis erhielten.

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