EZB-Direktor Cœuré „Wir werden nicht überstürzt vorgehen“

Mit einem schnellen Ende der Anleihenkäufe der EZB ist laut Benoît Cœuré nicht zu rechnen. Der EZB-Direktor betont, dass sich der Rat einig ist, geduldig zu handeln. Auch sei das Inflationsziel noch nicht erreicht.

Das Direktoriumsmitglied der EZB verpasst Spekulationen auf ein Ende der Anleihenkäufe einen Dämpfer. Quelle: Reuters

DublinEZB-Direktor Benoît Cœuré hat Spekulationen auf ein schnelles Ende der vor allem in Deutschland umstrittenen Anleihenkäufe gedämpft. Sie würden nicht ewig fortgesetzt, aber der EZB-Rat stimme darin überein, geduldig und vorsichtig zu handeln, sagte der Franzose am Mittwoch in Dublin. „Und wir werden nicht überstürzt vorgehen.“ Denn das EZB-Inflationsziel von knapp zwei Prozent sei noch nicht erreicht. Es wird bereits seit Jahren verfehlt.

Die EZB und die nationalen Notenbanken pumpen seit fast drei Jahren enorme Summen in das Finanzsystem, um für mehr Preisauftrieb zu sorgen. Aktuell erwerben sie Wertpapiere im Volumen von 30 Milliarden Euro pro Monat. Die Transaktionen sollen noch bis mindestens Ende September fortgesetzt werden.

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