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EZB Draghi erklärt die Beschlüsse des EZB-Rats

Die EZB tritt auf die geldpolitische Bremse: Ab dem neuen Jahr halbiert die Notenbank ihre monatlichen Anleihekäufe. Das neue Programm läuft bis September. Die wichtigsten Aussagen im Liveblog.

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Der EZB-Rat beschloss am Donnerstag eine geldpolitische Neuausrichtung: Die Anleihekäufe werden deutlich zurückgefahren. Quelle: dpa

Frankfurt/Düsseldorf So hat die Europäische Zentralbank entschieden:

  • Der

    Leitzins

    bleibt unverändert bei

    null Prozent

    .
  • Das

    Kaufprogramm für Staatsanleihen

    beträgt ab Januar bis September 2018 nur noch 30 statt bislang 60 Milliarden Euro.
  • Der Einlagezinssatz für Banken bleibt unverändert bei minus 0,4 Prozent.

+++ PK um 14.30 Uhr +++

Notenbankpräsident Draghi erklärt die Beschlüsse des EZB-Rats ab 14.30 Uhr in einer Pressekonferenz.

+++ Dax steigt über 13.000 +++

Anleger zeigten sich vorerst erleichtert. Der Dax stieg mit einem neuen Impuls nach der Publikation auf über 13.000 Punkte. Der Euro, zuvor um die Vortagesmarke gependelt war, verlor 0,5 Prozent.

+++ „Keine Hektik“ +++

In einer ersten Reaktion warnte Dr. Otmar Lang, Chefvolkswirt der Targobank, vor Aktionismus. Die Entscheidung sei keine Überraschung und auch nicht „die große Kurswende für Anleger“. „Insofern muss jetzt niemand in Hektik verfallen und seine Anlagestrategie komplett in Frage stellen“, sagte Lang. „Der richtige Beschluss zur richtigen Zeit“, kommentierte der Chefvolkswirt der Berenberg Bank, Holger Schmieding. Die Entscheidung gebe der Wirtschaft und den Märkten weitgehende Sicherheit über den geldpolitischen Kurs bis September 2018.

+++ So erfolgt der Ausstieg +++

Das Volumen der Anleihekäufe beträgt derzeit 60 Milliarden Euro im Monat. In dieser Form läuft das Programm Ende des Jahres aus. In seiner Sitzung am Donnerstag hat der EZB-Rat beschlossen, ab Januar 2018 das Volumen auf 30 Milliarden Euro zu halbieren. Die Geldflut soll planmäßig im September 2018 enden. Allerdings: Sollte sich das Marktumfeld ungünstig entwickeln, könnte die EZB die geldpolitischen Zügel erneut lockern und noch stärker Liquidität in den Markt pumpen.

+++ Geringe Inflation +++

Die Inflation im Euro-Raum lag im September bei 1,5 Prozent, deutlich unterhalb der erklärten Zwei-Prozent-Zielmarke der Europäischen Zentralbank. Seit nunmehr fast drei Jahren versucht die Notenbank die Inflation zu stärken, indem sie in großem Umfang Anleihen der Euro-Länder kauft.

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