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EZB-Geldsalve Banken sichern sich bei Notenbank Rekordsumme von 1,3 Billionen Euro

Die EZB will Banken in der Coronakrise mit ausreichend Liquidität versorgen. Den meisten Banken winkt sogar ein Prozent Zinsen für das geliehene Geld.

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Die Notenbank will den Kreditfluss an die Wirtschaft am Laufen halten. Quelle: dpa

Die Banken haben sich bei der jüngsten Geldsalve der EZB im Rekordumfang von insgesamt 1,31 Billionen Euro eingedeckt. Das gab die Europäische Zentralbank (EZB) am Donnerstag bekannt.

Die Währungshüter wollen mit den auf drei Jahre Laufzeit ausgelegten Refinanzierungsgeschäften – im Fachjargon TLTRO III genannt – Banken in der Coronakrise mit ausreichend Liquidität versorgen. Zugleich soll der Kreditfluss an die Wirtschaft am Laufen gehalten werden.

Ökonom Thomas Gitzel von der VP Bank spricht von einer „geldpolitischen Vitaminspritze“: „Die Bedingungen waren so attraktiv, dass es hier als Bank kein Vorbei gab.“ Denn den meisten Banken winke ein Prozent Zinsen von der EZB für das geliehene Geld.

Bei den Liquiditätsspritzen wird von der Notenbank als Zinskondition der Einlagensatz angesetzt. Dieser liegt aktuell im negativen Bereich – bei minus 0,5 Prozent. Banken erhalten somit eine Prämie, wenn sie bei den Geldern zugreifen. Diese erhöht sich für das erste Jahr sogar auf ein Prozent, wenn die Geldinstitute in dieser Zeit ihr Kreditbuch nicht schrumpfen lassen.

„Die Euro-Währungshüter setzen alle Hebel in Bewegung, um die Konjunktur zu stützen – mit dem durchaus gewünschten Nebeneffekt, den Finanzmärkten zusätzlichen Rückenwind zu verleihen“, urteilte LBBW-Chefvolkswirt Uwe Burkert.

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