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EZB-Kurs Französische Notenbankchef sieht Risiken auf Weg zu strafferer Geldpolitik

Die EZB will ihren lockeren Kurs mittelfristig beenden. Der Weg dahin ist mit Risiken gesäumt. Francois Villeroy warnt vor möglichen Hürden.

Der Chef der französischen Notenbank sieht einige Hürden auf dem Kurs der EZB. Er mahnt dazu, Risiken genau zu beobachten. Quelle: dpa

New YorkDie EZB muss sich auf dem Weg zur Normalisierung ihrer lockeren Geldpolitik laut einem führenden Währungshüter auf Störfeuer einstellen. Der französische Notenbankchef Francois Villeroy de Galhau nannte am Mittwoch in New York „protektionistische Gefahren und ungünstige Wechselkursbewegungen“ als mögliche Risiken, zu denen sich auch plötzliche Marktkorrekturen gesellen könnten: „Wir sollten dieses Szenario gehäufter Risiken genau im Auge behalten, dessen Wahrscheinlichkeit sich zuletzt erhöht hat.“ Sollte es dazu kommen, würden sich auch die Konjunkturperspektiven für die Euro-Zone eintrüben. „Wir müssten unsere geldpolitische Haltung dann anpassen - abhängig davon, wie es sich letztlich auf die Inflationsaussichten auswirkt.“

Auf dem Weg zur Normalisierung ihrer Geldpolitik sei es für die EZB jedoch von wenig Belang, wann genau der Startschuss für den Ausstieg aus dem groß angelegten Anleihenprogramm falle, sagte Villeroy. Ob die Zukäufe im September oder erst im Dezember endeten, sei nicht die entscheidende Frage. Die Politik der EZB werde auch nach dem Ende der Zukäufe noch geraume Zeit konjunkturfördernd sein, da die EZB noch umfangreiche Bestände an Wertpapieren halten werde. Die EZB kauft im großen Stil Staatsanleihen und andere Papiere, um die nach ihrer Meinung zu niedrige Inflation anzuschieben. Die Geschäfte sind auf 2,55 Billionen Euro angelegt und sollen noch bis mindestens Ende September fortgesetzt werden. 

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