EZB senkt Vorgaben für 2017 Deutsche Bank braucht weniger Kapital

In ihrer Rolle als Bankenaufseher reduziert die EZB die Anforderungen an die Kapitaldecke vieler europäische Geldhäuser. Auch die in diesem Jahr so gebeutelte Deutsche Bank muss nun weniger Kernkapital aufweisen.

Die EZB lockert die Zügel. Quelle: Reuters

Die Deutsche Bank braucht wie die meisten Geldhäuser in Europa von 2017 an keine so dicke Kapitaldecke mehr. Die Europäische Zentralbank (EZB) als Bankenaufseher habe die geforderte harte Kernkapitalquote für die Bank auf mindestens 9,51 Prozent - einschließlich Übergangsregelungen - festgelegt, teilte das Institut am Dienstag mit.

Unterhalb dieser Schwelle müsste die Bank Dividenden, andere Ausschüttungen und Boni kürzen oder streichen. Im laufenden Jahr musste die Deutsche Bank mindestens 10,76 Prozent hartes Kernkapital vorhalten. Ende September war das Institut auf 12,58 Prozent gekommen.

Die EZB hat die verpflichtenden Kernkapitalquoten für die meisten der von ihr beaufsichtigten Banken gesenkt. Darüber hinaus macht sie ihnen Vorgaben, für die aber nicht so scharfe Sanktionen gelten. Die Institute sollen damit in schwierigen Zeiten mehr Spielraum erhalten.

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