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EZB-Studie Weniger Banken und weniger Banker in Europa

Die Zahl der Bankfilialen in der EU hat sich im vergangenen Jahr durchschnittlich um 7,5 Prozent verringert. Auch die Zahl der Bankbeschäftigten sank.

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In Deutschland verringerte sich die Zahl der Zweigstellen binnen Jahresfrist von gut 30.000 auf knapp 27.900. Quelle: dpa

Frankfurt Weniger Bankfilialen, weniger Banker – in den meisten Staaten der Europäischen Union setzt sich dieser seit der Finanzkrise 2008 zu beobachtende Trend fort. Das zeigen jüngste vorläufige Zahlen der Europäischen Zentralbank (EZB) für das Jahr 2018, die die Notenbank am Dienstag in Frankfurt veröffentlichte.

Demnach verringerte sich die Anzahl der Zweigstellen zum Vorjahr um durchschnittlich 7,5 Prozent. Die Zahl der Bankbeschäftigten ging um 2,3 Prozent zurück. Die EZB weist jedoch darauf hin, dass noch nicht für alle 28 EU-Staaten alle Daten vorliegen.

Der EZB-Statistik zufolge gab es Ende 2018 in den Ländern des Euroraums zusammen noch gut 135.000 inländische Filialen von Banken. Ein Jahr zuvor waren es noch etwas mehr als 143.000. Die Zahl der Bankbeschäftigten sank in den 19 Staaten mit der Gemeinschaftswährung von rund 1,91 Millionen auf gut 1,85 Millionen. EU-weit sank diese Zahl von 2,74 Millionen auf knapp 2,67 Millionen.

In Deutschland – traditionell ein umkämpfter Bankenmarkt – verringerte sich die Zahl der Zweigstellen den Angaben zufolge binnen Jahresfrist von gut 30.000 auf knapp 27.900. Etwas weniger als 565.000 Menschen arbeiteten Ende vergangenen Jahres hierzulande bei inländischen Kreditinstituten. Ein Jahr zuvor waren es noch 597.319.

Wie vergleichsweise zerklüftet der deutsche Markt mit seinem Drei-Säulen-System aus privaten, öffentlich-rechtlichen und genossenschaftlichen Banken ist, belegt eine weitere Zahl: Gemessen am Bilanzvolumen kommen die fünf größten Institute zusammen gerade einmal auf einen Marktanteil von 29,1 Prozent. In anderen EU-Staaten wie Frankreich (47,8 Prozent) oder Spanien (68,5 Prozent) ist dieser Wert deutlich höher. In Griechenland liegt der Anteil der Top fünf an den Gesamtaktiva der Banken sogar bei fast 97 Prozent.

Gestiegen ist den EZB-Zahlen zufolge in Deutschland die Zahl der Ableger von Banken aus anderen EU-Staaten: von 86 auf 92. Das könnte auch mit dem Brexit zusammenhängen, denn der angestrebte EU-Austritt Großbritanniens zwingt etliche Institute, sich neu zu orientieren.

Mehr: Bundesfinanzminister Olaf Scholz lobt die Diskussion zur Konsolidierung der Landesbanken, fordert aber von den Sparkassen mehr Maßnahmen für die Zukunft.

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