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EZB Wachstum der Firmenkredite im Euro-Raum auf niedrigstem Stand seit zwei Jahren

Durch die eingetrübte Konjunktur vergeben Banken weniger Kredite an Firmen. Bei den Privathaushalten geht die Entwicklung in die andere Richtung.

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Im Dezember reichten Banken 3,2 Prozent mehr Darlehen an Firmen aus als vor Jahresfrist. Quelle: AP

Die Kreditvergabe an Unternehmen im Euro-Raum hat zum Jahresende angesichts der eingetrübten Konjunktur weiter an Schwung verloren. Im Dezember reichten Banken zwar 3,2 Prozent mehr Darlehen an Firmen aus als vor Jahresfrist, wie die Europäische Zentralbank (EZB) am Mittwoch in Frankfurt mitteilte. Das ist jedoch der niedrigste Wert seit zwei Jahren. Im November hatte das Plus noch bei 3,4 Prozent gelegen, im Oktober bei 3,8 Prozent.

Dagegen vergaben die Geldhäuser an die Privathaushalte im Dezember 3,7 Prozent mehr Kredite als vor Jahresfrist. Das ist der stärkste Wert seit elf Jahren.

Die EZB hatte im September wegen der mauen Wachstumsaussichten und der aus ihrer Sicht zu geringen Inflation ein umfangreiches Maßnahmenbündel zur Stützung der Konjunktur beschlossen. Dazu gehörte auch die Neuauflage der großangelegten Anleihenkäufe, die in Deutschland umstritten sind.

Die Notenbank, die seit November von der ehemaligen Chefin des Internationalen Währungsfonds, Christine Lagarde, geleitet wird, hatte vergangene Woche auf ihrer Zinssitzung beschlossen, an der ultralockeren Geldpolitik bis auf weiteres festzuhalten.

Die Geldmenge M3 nahm im Dezember um 5,0 Prozent zu. Volkswirte hatten ein Plus von 5,5 Prozent erwartet. Die Geldmenge, zu der unter anderem Bargeld, Einlagen auf Girokonten sowie Geldmarktpapiere und Schuldverschreibungen gehören, wird von den Währungshütern genau verfolgt. Ökonomen zufolge lässt die Entwicklung von M3 Rückschlüsse auf die Inflation zu.

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