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Fall Chaschoggi IWF-Chefin Lagarde sagt Teilnahme an Investorenkonferenz in Riad ab

Nach dem Verschwinden des saudiarabischen Journalisten Chaschoggi verzichten immer mehr Vertreter der westlichen Wirtschaft auf eine Teilnahme an der Investorenkonferenz.

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Washington Auch IWF-Chefin Christine Lagarde hat die Teilnahme an einer internationalen Investorenkonferenz in Saudi-Arabien abgesagt. Lagarde habe ihre Reise in den Nahen Osten verschoben, bei der auch ein Besuch der Konferenz in Riad geplant war, teilte der Internationale Währungsfonds am Dienstagabend mit. Gründe dafür nannte der IWF nicht.

Nach dem Verschwinden des regimekritischen saudiarabischen Journalisten Dschamal Chaschoggi haben zuletzt immer mehr führende Vertreter der westlichen Wirtschaft ihre Teilnahme an der Konferenz abgesagt - zuletzt am Dienstag unter anderem die Chefs der Großbanken HSBC, Standard Chartered und Credit Suisse. Lagarde hatte sich am Wochenende entsetzt über das Verschwinden Chaschoggis geäußert, an ihren Reiseplänen aber zunächst festgehalten.

Chaschoggi wird seit Anfang Oktober vermisst, nachdem er das saudiarabische Konsulat in Istanbul besucht hatte. Nach Darstellung der türkischen Regierung wurde er in der diplomatischen Vertretung getötet. Die Außenminister der sieben führenden Industrieländer (G7) äußerten sich „sehr besorgt“ über das Verschwinden Chaschoggis und forderten von der Regierung in Riad eine gründliche, transparente und rasche Untersuchung.

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