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Familienunternehmer Stihl: Gewerkschaften verjagen deutsche Firmen ins Ausland

Der frühere Chef des Motorsägen-Herstellers sieht die Produktion in Deutschland gefährdet. Gewerkschaften erhöhten die Kosten mit ihren Forderungen übermäßig.

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Die Firma Stihl habe aufgrund der hohen Produktionskosten bereits drei Viertel der Fertigung ins Ausland verlegt, sagt Stihl. Quelle: dpa

Der frühere Unternehmer und Wirtschaftsführer Hans Peter Stihl wirft den Gewerkschaften vor, mit horrenden Tarifforderungen die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen zu gefährden. „Deutsche Gewerkschaften geben sich die größte Mühe, möglichst viele Firmen ins Ausland zu verjagen, indem sie unsinnige Tarifforderungen aufstellen“, sagte der 87 Jahre alte Familienunternehmer der Deutschen Presse-Agentur.

„Die Kosten, um in Deutschland zu produzieren, sind inzwischen einfach viel zu hoch. Deshalb können wir gewisse Produkte in Deutschland gar nicht mehr herstellen“, kommentierte Stihl. Als Beispiel führte er das familieneigene Motorsägenunternehmen an: Inzwischen müsse seine Firma die Produkte auch aus Kostengründen zu drei Vierteln im Ausland produzieren.

Stihl war von 1988 bis 2001 Chef des Deutschen Industrie- und Handelstags, dem heutigen Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK). Als Familienunternehmer machte Stihl den gleichnamigen Motorsägenhersteller aus Waiblingen zu einem milliardenschweren Unternehmen, ehe er sich vor einigen Jahren aus dem operativen Bereich zurückzog. Die Firma hat weltweit rund 17.000 Mitarbeiter und machte 2018 einen Umsatz von 3,8 Milliarden Euro.

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