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Finanzbranche Kritik an Wirecard-Mail: Alexander Schütz verlässt Aufsichtsrat der Deutschen Bank

Der entmachtete Kontrolleur legt sein Mandat nieder. Die Bank selbst hatte sich bereits wegen einer „inakzeptablen“ Mail an Markus Braun distanziert.

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Der Investor ist 2017 ins Kontrollgremium der größten deutschen Bank gewählt worden. Quelle: picture alliance / Wolfgang Wola

Der wegen Wirecard in die Kritik geratene Deutsche-Bank-Aufsichtsrat Alexander Schütz legt sein Mandat bei dem Geldhaus nieder. „Ich habe mich dazu entschieden, den Aufsichtsrat der Deutschen Bank zur nächsten Hauptversammlung zu verlassen“, erklärte Schütz am Mittwochabend. „Es hat mir viel Spaß gemacht, die Zeit des Turnarounds der Deutschen Bank aktiv zu begleiten und das Managementteam neu mit auszurichten.“ Die Deutsche Bank wollte sich nicht dazu äußern.

Der Österreicher ist wegen einer Email an Ex-Wirecard-Chef Markus Braun in Misskredit geraten. Er hatte im Februar 2019 in einer persönlichen Mail an Braun geschrieben, Wirecard solle die Wirtschaftszeitung „Financial Times“ wegen ihrer kritischen Berichte über Wirecard „fertigmachen“. Im Juni 2020 meldete der Zahlungsanbieter Insolvenz an, Braun sitzt seither unter anderem wegen des Verdachts auf gewerbsmäßigen Betrug in Haft.

Die E-Mail wurde bei einer Befragung von Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing im parlamentarischen Untersuchungsausschuss Mitte Januar bekannt. Daraufhin hatte sich das Geldhaus in ungewöhnlich deutlichen Worten von Schütz distanziert. Sowohl Inhalt als auch Haltung der zitierten Aussage in der Mail seien „inakzeptabel“. Wenig später war Schütz aus den wichtigen Ämtern im Aufsichtsrat ausgeschieden.

Einem Insider zufolge tagt am Donnerstag das Kontrollgremium der Bank anlässlich der für Freitag geplanten Veröffentlichung des Geschäftsberichts 2020. Nicht auszuschließen sei, dass dann gleich ein Nachfolger für Schütz benannt werde.

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