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Bankenpleiten in den USA Immer wieder freitags

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Die Vorsitzende der Federal Quelle: AP

Grundsätzlich hat die FDIC drei Optionen, wenn sie eine Pleitebank schließt. Sie kann komplett dicht machen und alle Guthaben an die Bankkunden auszahlen, die Bank liquidieren, alle noch vorhandenen Vermögenswerte verkaufen, vergebene Kredite fällig stellen. Das passiert sehr selten. Sie kann die Bank unter eigener Regie weiter führen und die Geschäfte ordnen und abwickeln. Das würde bei der weiter nach oben schnellenden Zahl von Bankpleiten in den USA aber die personellen Kapazitäten der Behörde übersteigen. Der Regelfall ist, dass die FDIC bereits vor dem Freitagsmarsch einen Käufer an der Hand hat, der die Filialen und zumindest die gesunden Teile der gescheiterten Bank übernimmt.

Geheime Versteigerung

Um einen solchen Käufer zu finden, organisiert die Behörde unter Interessenten, die strengen Vertraulichkeitsvereinbarungen zustimmen müssen, weniger Tage vor der Freitagsaktion eine geheime Versteigerung. Für faule Kredite der Pleitebank übernimmt die FDIC dabei oft einen großen Teil der entstehenden Verluste. Zudem muss sie häufig sogar draufzahlen, damit ein Käufer anbeißt. Meist ist der Käufer eine andere Bank, die so ihren Kundenstamm und ihr Filialnetz erweitern kann. Zuletzt stiegen aber auch Private-Equity-Gesellschaften, die während der Krise ihr Pulver trocken gehalten haben, als Investoren verstärkt bei gescheiterten Regionalbanken ein.

Unterschätztes Krisenausmaß

Der Topf, aus dem die FDIC die bei der Übernahme der Pleitebanken entstehenden Kosten deckt, ist zuletzt sogar in die roten Zahlen gerutscht. Vor zwei Jahren lagen  darin noch mehr als 50 Milliarden Dollar. Jetzt kündigte die Behörde an, dass sie zum Jahresende eine Vorauszahlung der Versicherungsprämien von den gesünderen Banken kassieren will – nicht fürs nächste oder übernächste Quartal, sondern gleich für die Jahre 2010, 2011 und 2012. Das soll den bereits arg strapazierten Einlagensicherungsfonds mit einer Infusion von rund 45 Milliarden Dollar stärken.

Ob das ausreichen wird, bezweifeln manche Experten. Die FDIC selbst hatte das Ausmaß der Krise bisher offenbar unterschätzt. Vor wenigen Monaten ging FDIC-Cehfin Sheila Bair noch davon aus, die gesamten Kosten für die Bewältigung der Finanzkrise könne die Behörde rund 65 Milliarden Dollar kosten. Mittlerweile ist diese Schätzung auf 100 Milliarden Dollar gestiegen. Ebenso die Zahl der so genannten Problembanken – das sind Institute, die sich bald auf einen Freitagsbesuch von FDIC-Mitarbeitern einstellen können müssten. 2006 waren es landesweit 50, in diesem Jahr sind es bislang 416, so viele wie 1993 nicht mehr.   

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