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A wie Apple, Z wie Zalando Erfolgreiche Aktien stehen im ABC vorne

Eine neue Studie behauptet: Es besteht ein Zusammenhang zwischen dem Anfangsbuchstaben einer Aktie und ihrem Erfolg. Werte wie Apple könnten das Bild aber verzerren.

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Wer sich die Zusammensetzung des Dax anschaut, wird feststellen, dass die meisten Konzernnamen mit einem Buchstaben beginnen, der relativ weit vorne im Alphabet ist. Allein 13 der 30 Unternehmen beginnen mit A, B, C oder D. Zufall? Womöglich - denn Namen mit X, Y oder Q sind eher ungewöhnlich.

Doch in einer aktuellen Studie wollen drei Forscher herausgefunden haben, dass sich der Börsenwert eines Unternehmens besser entwickelt, wenn der Firmenname mit einem Buchstaben zu Beginn des Alphabets beginnt. Das Forschertrio um Jennifer Itzkowitz amerikanischen Seton Hall Universität fand heraus, dass Aktien aus dem oberen Teil des ABC um 1,7 Prozent häufiger gehandelt werden als solche in der unteren Hälfte.

Außerdem sei das Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) zu Beginn des ABC um über sechs Prozent höher. Und umso geringer das KBV, desto preiswerter die Aktie. Viele Investoren achten darauf, wie viel die Aktie im Verhältnis zum Substanzwert der Firma wert ist.

Die Autoren der Studie weisen außerdem darauf hin, dass Privatanleger eine stärkere Tendenz zu Investments in Aktien anfangs des Alphabets hätten als Institutionelle.

Effekt auch bei Fonds

Eine weitere Untersuchung von Heiko Jacobs und Alexander Hillert von der Uni Mannheim bestätigt den Zusammenhang zwischen dem Aktienerfolg und dem ABC. Die Mannheimer Forscher analysierten die Entwicklung von Papieren zwischen 1995 und 2009 und kamen zu einem ähnlichen Ergebnis: Titel zu Beginn des Alphabets wurden zu 13 Prozent stärker gehandelt. Auch für Fonds konnten Jacobs und Hillert den Effekt nachweisen - sie hatten höhere Zuflüsse.

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Aber warum sind Aktien am Anfang des Alphabets teurer als andere? Die Wissenschaftler glauben, dass Anleger Aktienlisten wie den Dax von oben nach unten überfliegen und sich recht schnell mit einer Aktie zufrieden geben - sei es aus Bequemlichkeit oder Ermüdung. Mit anderen Worten: Aktien am Anfang der Liste werden eher in Betracht gezogen als jene am Ende.

Viele mögen zurecht an den Ergebnissen der Studien zweifeln. Konzerne wie Apple verzerren das Bild, auch VW ist keine schlechte Aktie - trotz einem der hinteren Ränge im Alphabet. Selbst ein statistischer Zusammenhang kann schließlich durch Zufall entstanden sein.

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