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Abgeltungsteuer Wie der Staat Aktiengewinne schmälert

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Zahlung gestundet

Wer aktuell in Aktien investiert und sie langfristig hält, hat aber immerhin einen Steuerstundungseffekt. Die zunächst gesparten Steuern können verzinst wieder angelegt werden, sodass sich für Langfristanleger generell ein Blick auf die steuerfreie Dividenden zahlenden Unternehmen lohnt. Allerdings sind die steuerfreien Zahlungen endlich – irgendwann sind die Rücklagenkonten ausgeschöpft. Die Unternehmen machen dazu wenig konkrete Angaben. Bei der DAB Bank etwa heißt es, die Steuerfreiheit gelte noch „für die nächsten Jahre“.

Lästiger Papierkrieg

Weniger attraktiv sind die auf den ersten Blick oft recht hohen Dividenden ausländischer Aktiengesellschaften. Bei ausländischen Dividenden kassieren oft zwei Staaten: Zunächst kommt die Besteuerung an der Quelle zum Tragen, danach wird die deutsche Abgeltungsteuer abgezogen. Hohe Quellensteuer kassieren die Schweiz (35 Prozent) und Italien (27 Prozent). Frankreich, Belgien, Norwegen und Österreich zweigen 25 Prozent ab. Anleger können sich über den Abgeltungsteuersatz hinaus zu viel gezahlte Quellensteuern zurückholen, weil Deutschland mit diesen und anderen Ländern Doppelbesteuerungsabkommen abgeschlossen hat. Am Ende zahlt der Anleger dann nur 25 Prozent Abgeltungsteuer plus Soli und Kirchensteuer. Steuern zurückzuholen ist jedoch ein ziemlich bürokratischer Akt, der je nach Bank pro Antrag auch noch 20 bis 80 Euro Gebühren kostet. Einige Banken bieten gegen Gebühr auch eine Vorabreduzierung der Quellensteuer an.

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