Akitien, Anleihen, Fonds Aktientipp - Gea: Neue Nahrung für den Megatrend

Die Konzentration auf die Nahrungsmittelindustrie zahlt sich für den Maschinen- und Anlagenbauer Gea aus. Die Aktie bietet Chancen. Aktien, Anleihen und Fonds für die private Geldanlage.

Kursverlauf der Gea-Aktie

Aktientipp - Gea: Neue Nahrung für den Megatrend

Als Gesellschaft für Entstaubungsanlagen wurde der Maschinen- und Anlagenbauer Gea 1920 gegründet; nun will er sein daraus entstandenes Geschäftsfeld Wärme- und Klimatechnik loswerden. Der Grund: Es ergäben sich zu wenig wechselseitige Einsparungen mit dem neuen, aussichtsreicheren Kerngeschäft: Maschinen und Anlagen für die Nahrungsmittelindustrie.

Beim geplanten Verkauf der Sparte Heat Exchangers muss Gea nichts überstürzen. In den vergangenen Jahren wurde das Geschäft mit Wärmetauschern und Kühltürmen zu einer schlagkräftigen Einheit zusammengefasst. Es ist auf dem Weltmarkt führend und erzielt acht Prozent vom Umsatz als operative Rendite.

Gut 1,6 Milliarden Euro Jahresumsatz bringt die Klimatechnik bisher. Würde man den Preis ansetzen, den vergleichbare Maschinenbauer im MDax auf die Waage bringen (rund 60 Cent pro Euro Jahresumsatz), könnte der Verkaufserlös in den Milliardenbereich kommen. Das Geld dürfte in den Zukauf weiterer Maschinenbauer für die Nahrungsmittelindustrie fließen. Mit der Branche macht Gea 55 Prozent vom Umsatz, langfristig könnten es 75 Prozent werden.

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Die Konzentration auf die Nahrungsmittelindustrie hat für Gea drei entscheidende Vorteile. Erstens besteht hier wegen wachsender Weltbevölkerung und steigendem Nahrungsbedarf ein Megatrend. Dazu kommt mit wachsendem Wohlstand ein immer höherer Anteil verarbeiteter Nahrung – auch das beflügelt die Nachfrage nach Spezialmaschinen (Cutter, Separatoren, Verpacker). Zudem sind Geas Kunden (Nahrungsmittelkonzerne wie Nestlé, Danone oder Kraft) nicht nur finanziell stark, ihr Geschäft ist auch wenig konjunkturanfällig.

Die neue Gea könnte in drei bis vier Jahren nach Zukäufen rund sechs Milliarden Euro Umsatz erreichen und dank einer höheren Nettorendite (7 Prozent nach derzeit 5,5 Prozent) mehr als 400 Millionen Euro verdienen. Wegen des dann stabileren Geschäftsverlaufs und der soliden Finanzen (schon heute 34 Prozent Eigenkapital in der Bilanz) würde das eine höhere Bewertung zulassen. Bei einer Gewinnbewertung von 15 bis 16 ergäben sich Zielkurse um 35 Euro.

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