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Aktie im Fokus Viertes Quartal läuft für Nokia besser als erwartet

Gute Nachrichten beim strauchelnden Handy-Pionier: Im letzten Geschäftsquartal 2012 verkaufen sich mehr Lumia-Smartphones als erwartet. Auch die Netzausrüstersparte verzeichnet ein Plus. Der Aktienkurs steigt deutlich.

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Das Nokia Lumia 920: Die Smartphone-Serie ist der Hoffnungsträger für die Finnen. Quelle: dapd

Helsinki/Espoo Der strauchelnde Handy-Pionier Nokia wittert Morgenluft: Das vierte Quartal verlief für das Unternehmen besser als erwartet. Der frühere Ausblick für den Telefonnetzausrüster Nokia Siemens Networks (NSN) sei übertroffen worden, teilten die Finnen am Donnerstag mit.

Zudem hätten das Handy-Geschäft und die neuen Lumia-Smartphones bessere Ergebnisse gebracht als erwartet. Im Schlussquartal seien 6,6 Millionen Smartphones verkauft worden. Der Anteil der Lumia-Geräte lag bei 4,4 Millionen. An der Börse in Helsinki sprang die Nokia-Aktie 16 Prozent in die Höhe.

Die Lumia-Verkaufszahlen waren zwar wieder deutlich besser als die 2,9 Millionen Smartphones im dritten Vierteljahr, vor dem Start der neuen Modelle. Samsung dürfte im Weihnachtsquartal aber 50 bis 60 Millionen Smartphones abgesetzt haben und Apple verkaufte vom neuen iPhone 5 allein am ersten Wochenende mehr als fünf Millionen Geräte. Zudem kam Nokia auch mit seinen im November gestarteten Hoffnungsträgern Lumia 920 und 820 auch nur leicht über den bisherigen Bestwert von vier Millionen Geräten im zweiten Quartal.

Der frühere Handyprimus hatte in den vergangenen Jahren auf dem hart umkämpften Handymarkt den Anschluss verloren. Gegen die Bestseller der Konkurrenten Apple und Samsung hatte Nokia nichts Vergleichbares im Sortiment. Deshalb paktierte das Unternehmen mit Microsoft und brachte seine Lumia-Handys mit Betriebssystemen des Windows-Softwareherstellers im November auf den Markt. Der Erfolg ist dringend nötig, da die Zahlen im dritten Quartal tiefrot waren. In dem Vierteljahr summierte sich der Fehlbetrag auf 943 Millionen Euro - das ist mehr als sechs Mal so viel wie im Vorjahresquartal. Der Umsatz brach um ein Fünftel auf 7,2 Milliarden Euro ein. Hauptgrund dafür ist, das die einst begehrten Handys der Finnen Ladenhüter waren.

Zugleich lief das Geschäft für den einstigen Handy-Weltmarktführer finanziell besser als erwartet. Während Nokia zuvor eine negative Rendite im Mobilfunk-Geschäft in Aussicht gestellt hatte - also einen operativen Verlust - soll die Marge tatsächlich ausgeglichen gewesen sein oder bis zu zwei Prozent erreicht haben.

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