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Aktien, Anleihen, Fonds Stählerne Perle aus Niedersachsen

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Aktien und Anleihen

Aktientipp: Rheinmetall - Gerüstet für eine höhere Dividende

1776 Milliarden Dollar, so die Rechnung des Stockholmer Friedensforschungsinstituts Sipri, wurden 2014 weltweit für Rüstung ausgegeben; etwas weniger als im Vorjahr. Doch 2015, das ist absehbar, wird viel mehr in die Rüstung fließen. China erhöht seine Militärausgaben offiziell um zehn Prozent, inoffiziell dürfte der Zuwachs noch höher ausfallen. Auch Russland und Saudi-Arabien stocken ihre Rüstungsbudgets kräftig auf. Und selbst in Westeuropa zeichnet sich angesichts der Krise in der Ukraine ab, dass die Zeiten rückläufiger Verteidigungshaushalte vorbei sein könnten.

Zugutekommt diese Entwicklung dem Düsseldorfer Rheinmetall-Konzern, der knapp die Hälfte seiner fast fünf Milliarden Euro Geschäftsvolumen in diesem Jahr mit Rüstungsgütern erzielen dürfte. Dabei fällt der Anstieg in der Rüstungssparte in diesem Jahr besonders deutlich aus, da 2014 wegen der Ukrainekrise ein Großauftrag für die russische Armee überraschend wegfiel. Nun, für 2015, dürfte der hohe Auftragsbestand im Rüstungsgeschäft zu einem Umsatzschub führen.

Aktientipp Rheinmetall

Für den Gesamtkonzern ist 2015 sogar eine Gewinnvervielfachung in Sicht. Denn der zweite Geschäftsbereich, Autozulieferung, profitiert vom Boom in der Fahrzeugbranche. Mit hochwertigen Teilen wie elektronischen Pumpen, Abgasrückführungssystemen oder Kühlmodulen für Hybrid- und Elektrofahrzeuge ist Rheinmetall gut im Geschäft mit der neuen Mobilität. Für den Massenmarkt China stellt Rheinmetall mit dem chinesischen Partner SAIC Zylinderköpfe und Kolben her. Mit 6,9 Milliarden Euro ist das Auftragspolster von Rheinmetall um acht Prozent stärker als vor einem Jahr.

Angesichts der guten Marktlage in seinen beiden Sparten sollten die angepeilten Renditen vor Zinsen und Steuern (drei Prozent Ebit-Marge in der Rüstung, acht Prozent in der Autozulieferung) in diesem Jahr kein Problem sein. Bei durchschnittlich fünf Prozent ergäbe das an die 250 Millionen Euro Ebit. Netto dürften dann je Anteil rund 3,30 Euro bleiben, nach 0,47 Euro im Vorjahr. Für die Aktie könnte das Kurse bis 55 Euro erschließen – und 2016 dann eine wesentlich höhere Dividende.

Anleihetipp: EIB/Zloty - Top-Noten aus Polen

Polens Wirtschaft ist robust. Die Inlandsnachfrage ist mit plus 4,5 Prozent gegenüber Vorjahr mehr als stabil, die Arbeitslosigkeit rückläufig und vor kurzem erstmals unter den EU-Durchschnitt gesunken. Um sieben Prozent stiegen die Investitionen im vergangenen Jahr, 2015 dürften sie in ähnlicher Weise zulegen. Die Bestellungen in den klassischen Industriesparten Auto, Maschinen, Anlagen und Bau sind lebhaft, im Außenhandel floriert vor allem der Austausch mit dem Nachbarn im Westen, Deutschland. Besonders gut läuft die Zusammenarbeit mittelständischer deutscher und polnischer Unternehmen, von denen es schon mehr als 5000 Kooperationen gibt.

Die EU-Kommission rechnet damit, dass Polen nach 3,3 Prozent Wachstum (2014) in diesem Jahr ähnlich zulegt und 2016 Tempo gutmacht. Mit 50 Prozent der Wirtschaftsleistung ist die Staatsverschuldung geringer als in Deutschland (72 Prozent).

Nicht nur die polnische Wirtschaft legt gut zu, auch die polnische Währung. 2009 stürzte der Zloty (PLN) zwar auf 20 Eurocent, weil das Land stärker von der Finanzkrise erwischt wurde als erwartet. Seitdem sich Polen aber erholt, hat die Währung zwischen 22 und 24,5 Eurocent eine mehrjährige Bodenbildung vollzogen. Für die nächsten Jahre sind durchaus Zloty-Notierungen zwischen 26 und 28 Eurocent möglich. Derzeit ist ein Zloty knapp 25 Eurocent wert.

Kurs116,36 Prozent
Kupon4,25 Prozent
Rendite1,90 Prozent
Laufzeit bis25. Oktober 2022
WährungPolnischer Zloty (PLN)
ISINXS0845917342
Stand: 30.04.2015

Risikobewusste Anleger, die Geld in Polen anlegen wollen, können mit einem zusätzlichen Vorteil rechnen: Das Zinsniveau ist deutlich höher als bei Bundesanleihen. Polnische Staatspapiere mit Laufzeit bis 2022 (ISIN: PL0000102646, handelbar zu 0,2 Prozent Kauf-Verkaufsspanne an der Börse Düsseldorf) bringen derzeit gut 2,3 Prozent Jahresrendite. Bundesanleihen gleicher Laufzeit bieten dagegen null Rendite.

Natürlich hat Polen kein AAA-Rating wie die Bundesrepublik, sondern nur ein A-Rating, also mittlere Investment-Qualität. Doch es gibt die polnische Währung auch mit höchstem Qualitätssiegel, als Zloty-Anleihe der Europäischen Investitionsbank (EIB). Papiere mit Laufzeit bis 2022 kommen immerhin noch auf 1,9 Prozent Jahresrendite.

Die EIB, gegründet 1958, ist das Finanzierungsinstrument der EU. Eigentümer sind die Mitgliedstaaten. Die EIB hat ein sicheres AAA-Rating. Handelbar sind EIB-Zloty-Anleihen an deutschen Börsen, in Stuttgart mit 0,5 Prozent Kauf-Verkaufsspanne. Die Mindeststückelung beträgt 10.000 Zloty, derzeit 2480 Euro.

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