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Aktientipp -Grenke Leasing: Selbst in Spanien Geld verdient

Kursverlauf der Grenke-Leasing-Aktie

Aus Kostengründen gehen immer mehr Unternehmen dazu über, ihre IT-Ausrüstungen nicht zu kaufen, sondern zu mieten. Die Finanzierung dafür könnte über Banken laufen, doch die geben sich gerade bei kleineren und mittleren Unternehmenskunden ziemlich zugeknöpft – zum Vorteil von Grenke Leasing. Das Unternehmen ist Marktführer bei der Vermietung von IT-Geräten (Drucker, Telekomausrüstung, Notebooks) im Bereich von Leasingverträgen für 500 bis 25 000 Euro.

Mit 1,03 Milliarden Euro erhöhte Grenke sein Neugeschäft im vergangenen Jahr um 20 Prozent. Dass dieser Zuwachs auch in Spanien und Italien zustande kam, ist ein Zeichen für die Krisenresistenz des Geschäftsmodells.

Zwei Drittel seines Neugeschäfts holt Grenke außerhalb Deutschlands. 2011 erfolgte die Expansion in die Türkei, 2012 ging es nach Brasilien, in diesem Jahr stehen Kanada und Dubai auf der Agenda. Wenn das Neugeschäft wie im Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre um 17 Prozent zulegt, könnte es in diesem Jahr 1,2 Milliarden Euro erreichen. Da für die Erschließung eines neuen Marktes nur einfach Büro-Stützpunkte eingerichtet oder Franchise-Partner geworben werden, fallen keine außergewöhnlichen Kosten an. Durch die Vielzahl kleiner Kunden wird das Risiko, von Kundenpleiten getroffen zu werden, stark begrenzt. Netto dürfte Grenke nach 42 Millionen Gewinn 2012 in diesem Jahr mindestens 46 Millionen Euro schaffen.

Kuriose Börsenpannen

Wichtig für den Leasinganbieter ist die Refinanzierung, also vor allem die Deckung der ausstehenden Leasingforderungen, derzeit rund 1,9 Milliarden Euro. Dafür dürften nach der jüngsten Kapitalerhöhung bis zu 400 Millionen Euro hartes Eigenkapital in der Bilanz stehen. Das wären mehr als 20 Prozent der Forderungen, ein solides Fundament. Eine immer wichtigere Rolle bei der Refinanzierung spielt die eigene Grenke Bank. Sie bietet Spareinlagen und Festgelder an und hat damit derzeit rund 220 Millionen Euro eingesammelt, bis Jahresende sollen es gut 280 Millionen Euro werden.

Wegen der jüngsten Kapitalerhöhung haben Grenke-Aktien etwas nachgegeben. Kurse zwischen 50 und 55 Euro sollten eine gute Basis für ein langfristiges Investment sein.

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