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Aktien, Anleihen, Fonds Die Anlagetipps der Woche

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Aktientipp - K+S: Neue Reserven reichen bis ins Jahr 2100

Bis zu 1000 Dollar kostete eine Tonne Kali im Agrarboom 2008 – und Aktien von K+S brachten es auf Spitzenkurse von 90 Euro. Heute tun sich große Anbieter schwer, für die Tonne 500 Dollar zu bekommen – und Aktien von Kali und Salz (wie K+S früher hieß) notieren nicht einmal halb so hoch wie 2008; für Investoren mit langem Atem eine Einstiegsgelegenheit.

Noch Anfang des Jahres war die Nachfrage nach Kalidünger vor allem in den großen Abnehmerländern China und Indien schwach. Seit Frühjahr jedoch erholt sich im Zuge der steigenden Agrarpreise auch der Bedarf an Kali. Die Dürreperioden des Sommers und die schlechten Ernten dürften zudem dazu beitragen, dass die Nachfrage weiter steigt. Nach 56 Millionen Tonnen in diesem Jahr könnte der Kalimarkt 2013 wieder ein Volumen von bis zu 60 Millionen Tonnen erreichen.

Kursverlauf der K+S-Aktie

Zugute kommen wird diese Entwicklung K+S. Von den rund vier Milliarden Euro Umsatz, die das Kasseler Unternehmen in diesem Jahr wahrscheinlich erzielt, dürften mehr als zwei Drittel aus dem Kaligeschäft stammen. Da der kleinere Geschäftsbereich Auftausalz und Industriesalz wegen des vergangenen milden Winters schwach abgeschnitten hat, wird das Kerngeschäft Kali mehr als 90 Prozent der Gewinne einbringen.

Sieben Millionen Tonnen Kali dürfte K+S in diesem Jahr produzieren. Nach eigenem Bekunden reichen die bisherigen Reserven noch 40 Jahre. Dazu forciert K+S die Vorarbeiten zu einem riesigen Kalivorkommen in der kanadischen Provinz Saskatchewan. K+S rechnet hier mit 160 Millionen Tonnen Kali. Bei einer ab 2017 geplanten Jahresproduktion von zwei Millionen Tonnen würde das Vorkommen etwa bis zum Jahr 2100 reichen. Zusätzlicher Vorteil: Von Kanada aus kann K+S die großen Agrarmärkte in Nord- und Südamerika dann schneller beliefern.

Was Sie über Gold wissen sollten

Nachdem die laufende Saison schwächer begann, das Geschäft sich aber im Frühjahr belebte, dürfte K+S in diesem Jahr ähnlich abschneiden wie 2011, als netto 582 Millionen Euro blieben. Als Sonderertrag kommen noch gut 70 Millionen Euro hinzu, die der Verkauf der Stickstoffsparte einbrachte. Hält K+S an seiner Ausschüttungspolitik fest, könnten für 2012 dann 1,50 Euro Dividende je Aktie herausspringen; fast vier Prozent Rendite.

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