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Aktien, Anleihen, Fonds Die Anlagetipps der Woche

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Aktientipp: Marubeni - Japanisch-chinesische Kooperation einträglich

Nach dem Zweiten Weltkrieg avancierten die großen Handelshäuser zum Inbegriff für die ökonomische Macht Japans. Gehandelt wurde mit allem, was das rohstoffarme Land für den Wiederaufbau und die Modernisierung benötigte. Der Japan-Crash 1990 deckte ihre Schwächen auf. Billige Kredite hatten die Händler zu Ausflügen in unrentable Geschäfte verleitet.

Doch die einstigen Eckpfeiler der Japan AG erwiesen sich als anpassungsfähig. Es wurde fieberhaft restrukturiert, die Suche nach neuen Geschäftsfeldern zeigte Erfolge. Geholfen hat der zur Jahrtausendwende einsetzende Rohstoffboom, getrieben durch die Industrialisierung Chinas. Während die Nachfrage nach Industrierohstoffen nicht mehr im selben Tempo wachsen wird wie früher, sollte der Bedarf nach Nahrung eher noch stärker zulegen.

Das 1858 gegründete Traditionshaus Marubeni verspricht sich besonders im internationalen Handel von Agrargütern große Wachstumschancen. Schon 2009 verschafften sich die Japaner durch die Partnerschaft mit der staatlichen China Grain Corporation eine gute Ausgangsposition in China. Mit dem 5,6 Milliarden Dollar schweren Kauf des US-Getreidehändlers Gavilon stieg Marubeni 2012 zu Chinas wichtigstem Getreidelieferanten auf. Im Auftaktquartal des Geschäftsjahres 2014/15 (31. März) stieg das Transaktionsvolumen um 18,2 Prozent auf 3695 Milliarden Yen – umgerechnet gut 27 Milliarden Euro –, der Gewinn verbesserte sich um 8,5 Prozent auf 70,8 Milliarden Yen. Die Gewinnbewertung ist günstig, die Dividendenrendite einträglich.

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