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Aktien, Anleihen, Fonds Die Anlagetipps der Woche

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Aktientipp - Syngenta: Ohne Investitionen wird die Welt nicht satt

Schon seit Jahren wächst die Agrarproduktion langsamer als die Weltbevölkerung. Abzulesen ist das an den Lagerbeständen, die bei vielen Agrargütern auf einem kritischen Niveau angelangt sind. Das ist der Hauptgrund, warum die Agrarpreise so stark auf witterungsbedingte Ernteausfälle in wichtigen Anbauregionen reagieren.

Nach Prognosen der Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) muss die landwirtschaftliche Produktion bis 2050 um durchschnittlich 1,3 Prozent pro Jahr zulegen, um die Nachfrage der wachsenden Weltbevölkerung zu decken. Gelingen wird dies nur, indem mehr Flächen erschlossen und die Erträge auf den vorhandenen Flächen gesteigert werden. Fruchtbare Landreserven müssen dazu kultiviert werden, etwa Gebiete südlich der Sahelzone, in Lateinamerika und in Osteuropa.

Die zehn wichtigsten Aktien-Regeln

Die Steigerung der Erträge auf vorhandenen Flächen wiederum erfordert in den nächsten Jahren massive Investitionen in die Landwirtschaft. Wer Aktien von Unternehmen kauft, die entlang der Wertschöpfungskette der Landwirtschaft angesiedelt sind, spielt nicht mit dem Hunger der Welt, sondern investiert in Unternehmen, die helfen, Ernteerträge zu steigern. Das trifft prinzipiell auch zu für Agrochemiekonzerne. Auch abseits von gentechnisch veränderten Kulturpflanzen, deren Vorteile noch nicht bewiesen sind, sorgen ihre Produkte für reichere Ernten bei den Bauern.

Es gibt nur noch vier bedeutende Pflanzenschutz- und Saatguthersteller auf der Welt: Neben Monsanto und den Agrochemiesparten von Bayer und DuPont zählt dazu Syngenta aus der Schweiz. Der an der Börse mit gut 37 Milliarden Dollar bewertete Konzern steigerte den Umsatz nach neun Monaten 2012 um sechs Prozent auf rund elf Milliarden Dollar. Davon entfielen etwa drei Viertel auf Pflanzenschutzprodukte, ein Viertel war gezielt gezüchtetes Saatgut. Die Schweizer, die traditionell in der US-Währung bilanzieren, sind nicht immun gegen eine Rezession, aber wesentlich resistenter als Vertreter aus der klassischen Chemie. Das relativiert die optisch hohe Gewinnbewertung des solide finanzierten Konzerns. Die Aktie bietet 2,4 Prozent Rendite. Der Kurs bewegt sich in einen langfristig stabilen Aufwärtstrend.

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