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Aktien, Anleihen, Fonds Die Anlagetipps der Woche

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Anleihe: Singulus

Kursverlauf der Singulus-Anleihe

Anleiheinvestoren haben die Qual der Wahl: Sie können Anleihen kaufen, die die Europäische Zentralbank, solange es geht, aufkauft, das heißt mit den Steuergeldern der Euro-Staaten stützen will. Also etwa solche aus Spanien, Italien und, ja, seit Neuestem auch aus Griechenland. Wer jedoch glaubt, dass eine solche Planwirtschaft irgendwann vor die Wand fahren wird, der schaut sich lieber am noch real existierenden Kapitalmarkt um.

Zu den Papieren dort, für die mit Sicherheit kein müder Cent Rettungsgeld fließen würde, gehört eine Anleihe von Singulus Technologies. Dabei ist nicht ausgeschlossen, dass auch die Hessen einmal Stützungsgelder brauchen werden. Denn das Papier gehört zur Klasse der riskanten Hochzinsbonds.

Singulus entwickelt, produziert und vertreibt weltweit Maschinen und Anlagen zur Herstellung von optischen Speichermedien (Blu-ray, DVD), Solarzellen und Halbleitern. Obwohl auch ein klassischer Mittelständler, sollten Anleger das Unternehmen nicht in einen Topf werfen mit all den Zameks, Renas oder Solaranbietern, deren Papiere im neuen Markt für Mittelstandspapiere gerade geplatzt sind. Denn Singulus hat eine schon recht lange Börsenhistorie: Die Aktie ist seit Ende 1997 an der Börse notiert.

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Sieben Prozent Zitterprämie

2013 wuchsen die Umsätze deutlich von 107,5 auf 133,4 Millionen Euro, unterm Strich schrieben die Hessen mit einem Nettoverlust von 0,7 Millionen Euro leicht rote Zahlen, nach tiefroten im Vorjahr. Die Bilanz hat sich denn auch verbessert. Den bilanzierten Anleiheschulden über 56,3 Millionen Euro stehen 51 Millionen Euro liquide Mittel gegenüber. Bankverbindlichkeiten gib es keine. Die Eigenkapitalquote liegt bei guten 38 Prozent.

Für das Jahr 2014 erwartet Singulus „wieder eine gute Entwicklung des Geschäftsverlaufes mit einem positiven Ergebnis auf operativer Basis“, wie es heißt. Mit operativ ist dabei das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) gemeint.

Börse



Risikobewusste Anleger erhalten für das Papier derzeit sieben Prozent jährliche Zitterprämie. Das ist viel, angesichts eines gar nicht mal so üblen Zahlenwerkes. Zweimal schon sind die 7,75 Prozent Zinskupon seit der Vorstellung der Anleihe zur Emission geflossen.

Wie viele Papiere hat die Anleihe Klauseln. Im kommenden Jahr kann sie zu einem Kurs von 102 Prozent und 2016 zu 101 Prozent gekündigt und zurückgezahlt werden. Eine vorzeitige Kündigung hält das Unternehmen selbst „aus derzeitiger Sicht allerdings für sehr unwahrscheinlich“.

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