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Aktien, Anleihen, Fonds Die Anlagetipps der Woche

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Anleihe- und Fondstipp

Anleihetipp: Deutsche Rohstoff AG - Für eine längere Durststrecke gerüstet

Wer für eine überschaubare Laufzeit sechs Prozent Jahresrendite anpeilt, muss in der Regel hohe Risiken eingehen. Auch die 2013 herausgegebene Anleihe (gesamter Nennwert: 100 Millionen Euro) der Beteiligungsgesellschaft Deutsche Rohstoff ist kein Papier für Witwen und Waisen, sondern eine spekulative Ergänzung für Mutige. Als Belohnung winkt ein Kupon von acht Prozent, der je nach Kaufkurs etwas mehr oder weniger als sechs Prozent Rendite bringt.

Ihren größten Deal machte die Deutsche Rohstoff bisher, als sie im vergangenen Jahr für gut 200 Millionen Dollar das von ihr entwickelte Öl- und Gasförderprojekt Tekton Energy im US-Bundesstaat Colorado verkaufte. Vor Steuern brachte das 150 Millionen Dollar ein. Für die Deutsche Rohstoff war dies ein Paradebeispiel ihres Geschäftsmodells: mit vergleichsweise wenig Einsatz vielversprechende Rohstoffvorkommen aufspüren, die Rechte daran sichern, dann das Projekt bis zur Förderreife entwickeln – um es schließlich für einen guten Preis zu verkaufen.

Kurs106,00 Prozent
Kupon8,00 Prozent
Rendite
5,78 Prozent
Laufzeit bis11.07.2018
WährungEuro
ISINDE000A1R07G4
Stand: 05.09.2015

Der Verkauf von Tekton, dem wichtigsten Asset der Deutschen Rohstoff, ging im Frühjahr 2014 über die Bühne, noch vor der großen Ölpreis-Baisse. Dass kurzfristig wieder ein solcher Deal in Aussicht steht, ist angesichts gedrückter Ölpreise wenig wahrscheinlich. Dennoch nutzt die Deutsche Rohstoff auch diese Phase, indem sie sich zu günstigen Konditionen aussichtsreiche Rohstoffbeteiligungen sichert. Am wichtigsten sind derzeit Öl- und Gasquellen in Wyoming und Kupfer-, Gold- und Wolframvorkommen in Australien.

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Standort erkennen

    Wahrscheinlich werden die Einnahmen aus schon ölfördernden Quellen nicht reichen, 2015 netto mit Gewinn abzuschließen. Doch mit mehr als 60 Millionen Eigenkapital (46 Prozent der Bilanzsumme) und derzeit wohl 15 bis 20 Millionen Euro Netto-Cash ist die Deutsche Rohstoff auch für eine mehrjährige Durststrecke bei den Rohstoffpreisen gerüstet.

    Fondstipp: Lupus Alpha Smaller German Ch. - Mehr Jobs per Handy, mehr Tierfutter im Netz

    Der von Björn Glück und Peter Conzatti gemanagte Fonds hat sich auf MDax- und SDax-Werte spezialisiert. Zu den besten Investments von Glück und Conzatti zählen derzeit drei Werte: die Social-Media-Plattform Xing, der Onlinehändler für Haustierbedarf Zooplus, und der Maschinenbauer Koenig & Bauer.

    Fondstipp Lupus Alpha Smaller German

    Xing habe zuletzt hervorragende Zahlen geliefert, so Fondsmanager Glück: plus 83 Prozent beim Gewinn fürs erste Halbjahr. Das Internetnetzwerk für Profis habe vor allem bei der Onlinejobvermittlung Wachstumschancen. Insofern sei die im März dieses Jahres an den Markt gebrachte Stellenmarkt-App fürs Mobiltelefon nur konsequent.

    „Zooplus ist so etwas wie das Zalando für Haustierfreunde — allerdings ohne Umtauschproblem“, sagt Lupus-Alpha-Manager Glück. Zooplus-Kunden müssten nicht mit großen Werbeaufwand an das Unternehmen gebunden werden, auch sei der Rücklauf an Waren deutlich geringer als beim Modeversandhändler Zalando.

    Börse



    Maschinenbauer Koenig & Bauer habe den Umstieg in den Digitaldruck gut gemeistert, so Glück. Das Würzburger Unternehmen besetze profitable Nischen, beispielsweise ganze Druckmaschinen sowie einzelne Präzisionsteile für Anlagen anderer Hersteller, die für die Verpackungsindustrie bestimmt sind. Dieses Geschäftsfeld sei unabhängig von der aktuellen Krise der Printmedien.

    Trotz Mietpreisbremse hält der Lupus-Alpha-Fonds Anteile an Deutsche Annington. Glück glaubt an das Unternehmen, weil einerseits das Mietniveau in den Großstädten ohnehin schon hoch sei und das neue Mietrecht einen Anstieg lediglich verlangsame. Andererseits sei nach der Gagfah-Übernahme der Bestand der Deutsche Annington regional so breit gestreut, dass viele Wohnimmobilien nicht von der Mietpreisbremse erfasst würden. Für Deutsche Annington spreche unter anderem der niedrige Leerstand von 3,5 Prozent sowie der zuletzt stark gewachsene Anteil schuldenfreier Immobilien.

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