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Aktien, Anleihen, Fonds Die Anlagetipps der Woche

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Anleihentipp - Dürr: Cash auf der Kante

Ein Lackzerstäuber von Dürr unterstützt die BMW-Produktion Quelle: Presse

Anleihentipp - Dürr: Cash auf der Kante

Mit zwei Zukäufen in Malaysia und Indonesien verstärkt Autozulieferer Dürr seine Position auf dem Wachstumsmarkt Südostasien. Bis 2018 kann die Zahl der jährlich in Malaysia, Thailand und Indonesien produzierten Autos von 4,2 Millionen auf über sechs Millionen steigen. Schon heute holt Dürr mehr als die Hälfte seiner Aufträge aus aufstrebenden Ländern. 2013 hat Dürr einen großen Teil seiner Investitionen in neue Standorte in China, Mexiko, Südafrika und Thailand gesteckt. Mit 2,8 Prozent pro Jahr bieten neue Anleihen von Dürr (gesamter Nennwert: 300 Millionen Euro) bis 2021 eine akzeptable Rendite.

MDax-Wert Dürr aus Bietigheim-Bissingen ist ein weltweit führender Autozulieferer, vor allem für Lackieranlagen und Werke für die Endmontage. Neben den Hauptkunden aus der Autoindustrie liefert Dürr an Flugzeugbauer und in die Branchen Chemie, Pharma und Druck.

Anleihe-Info Dürr
Kurs (%)100,60
Kupon (%)2,875
Rendite (%)2,81
Laufzeit bis3. April 2021
WährungEuro
ISIN XS1048589458

Zu den vielversprechenden Aussichten in den Schwellenländern kommen weitere Wachstumsmöglichkeiten: Zum einen haben in den Industrieländern viele Autohersteller mittlerweile einen hohen Anteil alter Anlagen, die ersetzt werden müssen. Zum anderen baut Dürr das wenig konjunkturabhängige Servicegeschäft aus. Drittens wird die Sparte Abgasreinigung und Umwelttechnik verstärkt. Um fünf bis zehn Prozent, so die Planung, soll der Umsatz in den nächsten Jahren pro Saison wachsen.

Verglichen mit der Entwicklung, die das Familienunternehmen Dürr (Gründung 1895) nahm, ist das realistisch. Allerdings kam es dabei bisher zu deutlichen Schwankungen. Zuletzt war das Unternehmen in der Finanzkrise 2009 mit 26 Millionen Euro in die roten Zahlen gerutscht. Ein risikoloses Investment ist Dürr nicht.

Aktuell läuft das Geschäft gut. Die Auslastung ist hoch, die Fertigungskosten hat man im Griff. Nach dem letztjährigen Rekordgewinn von 141 Millionen Euro ist in diesem Jahr eine weitere Erhöhung auf 145 Millionen Euro möglich. Dürr ist gut finanziert. Die Eigenkapitalquote ist mit 26 Prozent nicht berauschend, dafür hat Dürr keine Nettoschulden, sondern derzeit mehr als 200 Millionen Euro Cash auf der Kante.

Neben der neuen, sieben Jahre laufenden und nicht kündbaren Anleihe gibt es noch eine alte Dürr-Anleihe von 2010, die mit 4,1 Prozent Rendite lockt. Allerdings besteht die Gefahr, dass diese Anleihe im September zu 100 Prozent des Nennwerts gekündigt wird. Trotz des üppigen Kupons (7,25 Prozent) bliebe dann bei einem Kaufkurs von derzeit gut 104 Prozent keine Rendite übrig.

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