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Aktien, Anleihen, Fonds Die Anlagetipps der Woche

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Anleihentipp - Fresenius: Boomer für Rendite

Gesundheit lohnt sich: Mit 175.000 Mitarbeitern und mehr als 20 Milliarden Euro Jahresumsatz (2013) ist Fresenius einer der größten Gesundheitskonzerne der Welt Quelle: dpa

Mit mehr als fünf Milliarden Euro Volumen gehört Fresenius (inklusive der Tochtergesellschaft FMC) zu den größten Anleihenemittenten unter heimischen Unternehmen. Seit 23. Januar sind zwei neue Papiere dazugekommen: ein Bond mit Laufzeit bis 2019 (300 Millionen Euro Volumen, Daten siehe unten), einer mit Laufzeit bis 2021 (450 Millionen Euro, XS1013955379). Die Renditen (2,4 Prozent beziehungsweise 2,9 Prozent) sind doppelt so hoch wie die vergleichbarer Bundesanleihen und damit eine geeignete Depotergänzung.

Mit 175 000 Mitarbeitern und mehr als 20 Milliarden Euro Jahresumsatz (2013) ist Fresenius einer der größten Gesundheitskonzerne der Welt. Gesundheit ist ein Wachstumsmarkt, der drei große Triebkräfte hat: In den Industrieländern wird sich der Anteil älterer Menschen deutlich erhöhen – vor allem wegen der geburtenstarken Jahrgänge (Babyboomer); in den Schwellenländern können sich immer mehr Patienten eine Behandlung leisten. Dazu kommen drittens neue medizinische Entwicklungen, die nach Hochrechnung des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts allein den Markt für Medizintechnik auf absehbare Zeit um durchschnittlich fünf Prozent pro Jahr wachsen lassen.

Anleihe-Info: Fresenius
Kurs (Prozent)99,94
Kupon (Prozent)2,375
Rendite (Prozent)2,40
Laufzeit 01. Februar 2019
WährungEuro
ISINXS1013954646

Bisher war Fresenius über seine Tochtergesellschaft FMC vor allem Marktführer auf dem Spezialgebiet Blutwäsche (FMC versorgt hier weltweit 266 000 Patienten). Jetzt wird die Dialyse-Dominanz zunehmend durch das Geschäft mit Krankenhäusern ausgeglichen: Wenn in den nächsten Wochen die Zustimmung der Kartellbehörden eintrifft, wird Fresenius zu den 74 eigenen Kliniken des Ablegers Helios noch 43 Krankenhäuser und 15 medizinische Versorgungszentren von Rhönklinik übernehmen. Zugutekommen dürfte das auch dem dritten Geschäftsschwerpunkt, dem Ableger Kabi (klinische Ernährung, intravenös zu verabreichende Medikamente).

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    Da die erworbenen Rhön-Kliniken rentabel arbeiten, dürfte 2014 nicht nur der Umsatz von Fresenius deutlich zulegen (wahrscheinlich auf gut 22,5 Milliarden Euro). Der Betriebsgewinn (vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation) kann mit rund 4,3 Milliarden Euro einen neuen Rekord erreichen. Die Nettoverschuldung dürfte nicht mehr als das Dreifache dieses Gewinns ausmachen. Mit 42 Prozent Eigenkapitalquote (Stand 30. September 2013) ist die Bilanz gut austariert. Standard & Poor’s gibt Fresenius-Anleihen das Rating BB+ mit positivem Ausblick. Das ist zwar noch eine spekulative Anlage, hier aber die oberste Bewertung.

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