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Aktien, Anleihen, Fonds Die Anlagetipps der Woche

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Anleihentipp - Goldman Sachs: Clever ohne Staat

Die größten Börsengänge weltweit
Telekom Quelle: dapd
Platz 10Japans Telekommunikations-Riese Nippon Tel ging bereits 1987 an die Börse und nahm 15,3 Milliarden Dollar ein. 1999 wurde der Konzern umstrukturiert und ging in der NTT Communications Corp auf. Im Bild NTT-Präsident Masanobu Suzuki. Quelle: AP
General Motors Quelle: dpa
Facebook Quelle: dpa
Platz 7Der italienische Energieversorger Enel SpA beschäftigt über 58.000 Mitarbeiter. Bei seinem Börsengang im Jahr 1999 konnte der Konzern 16,5 Milliarden Dollar einsammeln. Quelle: REUTERS
Platz 6Ein Blick auf den AIA-Turm in Hong Kong. Die asiatische Sparte des US-Versicherers AIG nahm bei seinem Börsengang im Oktober 2010 17,8 Milliarden Dollar ein. Quelle: REUTERS
visa Quelle: dapd

Nach starkem Kursanstieg beim Gabelstaplerhersteller Kion machten die cleveren US-Banker Kasse; der Anteil an der Startfinanzierung von LEG Immobilien wurde soeben versilbert; beim Krankenhausbetreiber Rhön-Klinikum (der vom Gesundheitskonzern Fresenius übernommen wird) holten sie sich drei Prozent, um sie in hauseigene Fonds zu packen. Mit solchen Deals ist das amerikanische Geldhaus Goldman Sachs weltweit die Nummer eins im Investmentbanking, dem Geschäft rund um Wertpapiere (Börsengänge, Unternehmenstransaktionen, Beratungen). Wer ohne allzu großes Risiko mitverdienen will, bekommt über Goldman-Anleihen mit Laufzeit bis 2021 derzeit 2,6 Prozent Jahresrendite.

Gut acht Milliarden Dollar netto verdiente Goldman im vergangenen Jahr. Das entspricht etwa dem durchschnittlichen Jahresgewinn im vergangenen Jahrzehnt. Im Vergleich zu den 2,8 Milliarden Euro Zehn-Jahres-Durchschnittsgewinn der Deutschen Bank ist das doppelt so viel. Das zeigt, wie nachhaltig Goldman Geld verdient.

Anleihe-Info Goldman Sachs
Kurs (%)99,14
Kupon (%) 2,50
Rendite (%)2,65
Laufzeit bis18. Oktober 2021
WährungEuro
ISINXS1032978345

Dank solcher Einnahmen ist es auch kein Problem, die Kernkapitalquote (derzeit 9,8 Prozent) nach strengen Basel-III-Regeln weiter auszubauen. Von der Ratingagentur Moody’s wird Goldman Sachs mit Baa1 eingestuft, das ist Investmentgrade im unteren Bereich. Die Versicherungsprämien gegen den Ausfall von Krediten liegen bei 0,9 Prozent, etwa auf dem Niveau der Deutschen Bank oder dem der französischen BNP.

Dass Goldman trotz hoher Gewinnkraft nicht besser bewertet wird, hat einen Grund: Investmentbanking ist ein schwankendes Geschäft. Gut laufen derzeit Aktienemissionen, Beratung von Unternehmenskunden und Übernahmen; schwächer der Anleihenhandel. Unter Druck steht auch der Handel der Banken auf eigene Rechnung, der in den USA in den nächsten Jahren weitgehend verboten wird.

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Für Besitzer von Goldman-Sachs-Anleihen sind solche Regulierungen kein Nachteil. Sie dürften die Erträge zwar insgesamt niedriger ausfallen lassen, deren Ausschläge aber glätten. Hintergrund ist der politische Wille, dass große, systemrelevante Banken wie Goldman Sachs nicht in Schieflage geraten und dann mit Staatsgeldern gestützt werden müssen.

Auch Goldman bekam zum Höhepunkt der Finanzkrise eine Milliardenspritze – von Börsen-Altmeister Warren Buffett, mittlerweile Großaktionär von Goldman. Für eine kapitalmarktnahe Bank ist das sicherlich ein besseres Zeichen als eine staatliche Beteiligung.

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