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Aktien, Anleihen, Fonds Die Anlagetipps der Woche

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Anleihetipp - Bastei Lübbe: Nichts zu rütteln

Um noch irgendwo etwas Zins herauszupressen, müssen sich Anleger mehr denn je strecken, insbesondere bei Zinsanlagen mit relativ kurzer Laufzeit. Um mehr als zwei Prozent über zwei bis drei Jahre erzielen zu können, bleibt nichts anderes als der Hochzinsbereich. Ein Segment des Anleihemarktes also, das eine nicht mehr besonders hohe Sicherheit für Zins- und Tilgungszahlungen bietet. Schauen wir auf das Papier des Bastei-Lübbe-Verlags. Der Zinskupon liegt bei 6,75 Prozent, bis zum Ende der Restlaufzeit im Oktober 2016 rentiert der im Kurs gestiegene Bond mit nur noch 2,3 Prozent jährlich.

Immerhin gibt es gute Chancen, dass das Papier bedient und zurückgezahlt wird. So hat Bastei Lübbe im Geschäftsjahr 2013/14 (31. März) den Umsatz um 9,4 Prozent auf 107,5 Millionen Euro gesteigert; das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) legte überproportional auf 14,9 Millionen Euro zu. Auch der Nettogewinn wuchs stark mit einem Plus von 14,5 Prozent auf 9,1 Millionen Euro. Erfreulich für Anleihekäufer: Das Eigenkapital des börsennotierten Verlags erhöhte sich nach Kapitalerhöhung von 26,8 auf 52,1 Millionen Euro; die Eigenkapitalquote stieg von 30,2 auf 48,1 Prozent, und der operative Mittelzufluss machte einen Sprung auf 11,1 (Vorjahr: 1,6) Millionen Euro. Zu den Anleiheschulden von 30 Millionen Euro kommen weitere Finanzschulden über vier Millionen Euro. Denen standen zum Bilanzstichtag gut zwölf Millionen Euro liquide Mittel gegenüber.

Anleihe-Info: Bastei-Lübbe
Kurs (%) 109,80
Kupon (%)6,75
Rendite (%)2,29
Laufzeit bis26. Oktober 2016
WährungEuro
ISINDE000A1K0169

Wer jetzt kauft, bezahlt 1098 Euro je 1000 Euro Anleihe-Nennwert, dazu bezahlt er noch aufgelaufen Stückzinsen von rund 50 Euro. Letztere sind neutral, sie gleichen nur aus, dass der Anleger den Zinsertrag für das volle Jahr überwiesen bekommt. Dreimal erhält der Anleger den Kupon von 6,75 Prozent, das macht 202,50 Euro über die Restlaufzeit je einer Anleihe – vor Steuern. Bei Rückzahlung der Anleihe zum Nennwert 1000 verlieren Investoren dann 98 Euro. Diese dürfen im Jahr 2016 mit Spekulationsgewinnen aus Aktien oder mit Dividenden- und Zinseinnahmen verrechnet werden, auch mit denen aus der Bastei-Anleihe.

In diesem Jahr können die Stückzinsen von 50 Euro von der Zinsausschüttung abgezogen werden, der Rest wird versteuert. 2015 sollten entweder der Sparerfreibetrag genutzt oder Verluste gegengerechnet werden können, damit sich die Anleihe am Ende auch nach Steuern und Gebühren ein wenig rentiert. Reich wird mit kurzfristigen Anleihen momentan aber niemand. Daran ist nicht zu rütteln.

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