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Aktien, Anleihen, Fonds Anlagetipps der Woche

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Anleihetipp - Continental: Rentabler Reifen

Kursverlauf der Anleihe Continental

Die jüngste Anleihe, die Autozulieferer Continental Mitte Juli auf den Markt brachte, ist für Privatanleger ein akzeptables Angebot. Im Gegensatz zu den bisherigen Papieren von Conti ist die neue Anleihe vom Unternehmen nicht vorzeitig kündbar. Der Grund dafür ist der Kupon von nur 3,00 Prozent, der bei Kursen um 102,60 Prozent gut 2,4 Prozent Jahresrendite ergibt. Üppig ist das nicht. Dafür ist die Laufzeit bis 2018 überschaubar, die Stückelung mit 1000 Euro handlich, die Kauf-Verkaufs-Spanne mit 0,15 Prozentpunkte sogar günstig. Kein Wunder, handelt es sich doch bei einem Gesamtvolumen von 750 Millionen Euro um einen richtig großen Unternehmens-Bond.

Continental hat in den vergangenen Jahren den Wandel vom reinen Reifenhersteller zum Autozulieferer geschafft. So bringen Bremssysteme, Fahrwerksteile oder Motorsteuerungen heute gut 60 Prozent vom Geschäftsvolumen. Der immer höhere Anteil dieser High-Tech-Produkte bei der Herstellung von Autos macht aus Conti einen Wachstumswert. In den vergangenen 20 Jahren hat Conti seinen Umsatz auf 34 Milliarden Euro versiebenfacht.

Dass dabei immer noch die Reifen mit einem Anteil von 60 Prozent am Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) der zentrale Ertragsbringer sind, ist kein Nachteil: Conti fährt hier dank führender Marktstellung hohe Ebit-Renditen von 15 Prozent ein. Und weltweit sind Reifen ein Wachstumsmarkt. Das zeigt besonders die Schwerpunktregion China, wo Conti derzeit 19 Produktionsstätten hat und in diesem Jahr fast ein Fünftel seines Umsatzes macht.

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Einen tiefen Einschnitt erlebte Conti, als Konkurrent Schaeffler die Hannoveraner übernehmen wollte. Der fränkische Kugellagerspezialist musste die Conti-Aktien aber teuer bezahlen und sich dafür über beide Ohren verschulden. Eine Fusion beider Unternehmen ist derzeit kein Thema mehr: Conti dürfte auf absehbare Zeit ein selbstständiges Dax-Unternehmen bleiben, von dem Schaeffler allerdings 49,9 Prozent der Anteile hält – und eher Anteile verkauft als kauft.

Finanziell hat sich Conti dank operativer Fortschritte wieder gefangen: Das Eigenkapital kletterte von 5,5 Milliarden Euro zu Krisenzeiten (2008) auf derzeit 8,8 Milliarden (32 Prozent der Bilanzsumme), die Nettoschulden wurden seit 2008 auf sechs Milliarden Euro halbiert. Wenn Conti in diesem Jahr wie geplant knapp fünf Milliarden Euro Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation (Ebitda) schafft, läge der Verschuldungsgrad nur bei etwas über eins.

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