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Aktien, Anleihen, Fonds Die Anlagetipps der Woche

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Anleihetipp - Glencore Xstrata: Schweizer mit Katar

Logokombi Glencore-Xstrata Quelle: dpa

Weil sich der Fusionsprozess zwischen dem Rohstoffhändler Glencore und dem Minenkonzern Xstrata länger als erwartet hinzog, wurden im vergangenen Jahr rund acht Milliarden Dollar Abschreibungen notwendig. Xstrata-Minen und die dazugehörigen Lagerbestände – vor allem Kupfer und Nickel – wurden vom überraschend starken Rückgang der weltweiten Rohstoffpreise erfasst. Letztlich kam den Schweizer Glencore, treibende Kraft beim Zusammenschluss, die Fusion teurer als erwartet, die Nettoschulden stiegen auf rund 50 Milliarden Dollar.

2013 dürfte der Rohstoffkonzern vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation (Ebitda) rund zwölf Milliarden Dollar verdient haben. Zwei Milliarden Dollar wechselseitige Einsparungen (Synergien), die ab 2014 greifen, können den operativen Gewinn im nächsten Jahr ein gutes Stück höher ausfallen lassen. Dazu werden geplante Investitionen um mehr als drei Milliarden Dollar zusammengestrichen. Insgesamt dürfte der Schuldenabbau vorankommen, bis 2015 rechnen die Analysten von JP Morgan mit einem Rückgang auf 44 Milliarden Dollar. Zusammen bringen es Glencore und Xstrata schon heute auf etwa 75 Milliarden Dollar Eigenkapital, etwa die Hälfte der Bilanzsumme. Von Standard & Poor’s wird der Minenriese mit der Note BBB und stabilem Ausblick bewertet. Das ist, wenn auch im unteren Bereich, noch Investmentgrade.

Anleihe-Info: Glencore Xstrata
Kurs (in Prozent) 98,40
Kupon (in Prozent)2,50
Rendite (in Prozent)2,87
Laufzeit bis15. Januar 2019
WährungDollar
ISINXS0938722401

Anleger, die auf Glencore-Anleihen setzen, bekommen dafür immerhin 2,9 Prozent Jahresrendite – allerdings in Dollar (Daten siehe unten). Wer im Euro bleiben will, kann sich bis 2020 derzeit 2,6 Prozent Jahresrendite holen (ISIN: XS0974877150).

Glencore-Xstrata-Anleihen sind ein vielversprechendes Investment mit spekulativem Touch. Mit wahrscheinlich mehr als 250 Milliarden Dollar Umsatz in diesem Jahr ist Glencore einer der größten Rohstoffkonzerne der Welt. Geschäftsschwerpunkte sind Metalle (Kupfer, Nickel, Zink, Aluminium, Eisenerz), Energie (Öl und Kohle) und Agrarrohstoffe (Getreide, Ölsaaten, Baumwolle, Zucker). Da der Schweizer Konzern mit Sitz in Baar (Kanton Zug) stärker als seine großen Konkurrenten Rio Tinto und BHP die Förderung und den Handel von Rohstoffen verbindet, ist er als integriertes Unternehmen weniger von Preisschwankungen abhängig.

Großaktionäre von Glencore sind mit 8,3 Prozent Konzernchef Ivan Glasenberg, der Staatsfonds von Katar (8,1 Prozent) und der amerikanische Finanzinvestor Blackrock (5,3 Prozent).

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