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Aktien, Anleihen, Fonds Die Anlagetipps der Woche

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Anleihetipp - Sixt: Geld vom Vermieter

Wie überall gibt es auch von Autovermieter Sixt immer weniger Zinsen. Die gerade herausgegebene, bis 2020 laufende Anleihe mit 250 Millionen Euro Volumen hat nur noch einen Kupon von 2,0 Prozent. Bisher gab es 3,75 Prozent (bis 2018) und 4,125 (bis 2016). Bei Kursen von 99,60 bleiben Anlegern mit dem neuen Papier nur gut zwei Prozent Jahresrendite. Nicht viel, doch dafür war Sixt immer ein verlässlicher Schuldner.

Mit mehr als 2100 Stationen ist der Vermieter aus Pullach bei München einer der führenden in Europa. Obwohl die Branche über Preisdruck und Konkurrenz klagt, kann Sixt im Kerngeschäft Autovermietung (zwei Drittel Umsatzanteil) mit einer Jahresrate von neun Prozent zulegen. Die Sparte Autoleasing (ein Drittel Umsatzanteil) tritt dagegen auf der Stelle. Für den weiteren Jahresverlauf sind die Aussichten aber besser. Der Verband der Leasing-Unternehmen erwartet 2014 sieben Prozent Wachstum.

Wichtigstes Expansionsziel und Herzensangelegenheit für Konzernchef Erich Sixt ist der Ausbau des Geschäfts in den USA, dem größten Markt für Autovermietung. 2011 begann Sixt mit einem Stützpunkt am Flughafen in Miami; heute gibt es Sixt-Fahrzeuge an mehr als 30 Stationen im Land. Erste Filialen sind profitabel, insgesamt dürfte Sixt in diesem Jahr in den USA aber noch keine schwarze Null erreichen.

Anleihetipp: Sixt
Kurs (%) 99,64
Kupon (%)2,00
Rendite (%) 2,07
Laufzeit bis18. Juni 2020
WährungEuro
ISINDE000A11QGR9

Gut im Rennen ist Sixt mit seinem wichtigsten neuen Projekt, der Sparte Carsharing. 2011 ins Leben gerufen, hat das mit BMW betriebene Gemeinschaftsunternehmen Drive Now mittlerweile in München, Berlin, Hamburg, Düsseldorf, Köln und San Francisco insgesamt 300.000 Kunden. Der April war der erste Monat, der mit Gewinn abgeschlossen wurde. Sukzessive soll Drive Now in weiteren europäischen Großstädten starten.

Insgesamt hat sich das Geschäft von Sixt in den vergangenen Monaten belebt. Bis Dezember dürfte ein leichter Umsatzanstieg auf 1,7 Milliarden Euro möglich sein. Die Aufwendungen für Fuhrpark und Leasing hat Sixt im Griff. Nach 19 Millionen Euro Reingewinn im ersten Quartal (plus 22 Prozent) steuert das Unternehmen zum ersten Mal seit Gründung 1912 auf über 100 Millionen Euro Nettojahresgewinn zu. Vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation könnten es gut 500 Millionen Euro werden. Daran gemessen wären die Nettoschulden etwa zweimal so hoch, eine gesunde Relation. Ebenfalls solide: In den Büchern stehen 695 Millionen Euro Eigenkapital, 27 Prozent der Bilanzsumme.

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