WiWo App 1 Monat für nur 0,99 €
Anzeigen

Aktien, Anleihen, Fonds Die Anlagetipps der Woche

Seite 4/5

Anleihetipp - Spar Österreich: Bond vom Pionier

Diese Aktien bewegen die Börsianer

Der österreichische Handelskonzern Spar steht vor einem Rekordjahr. Schon 2011 legte der (neben dem Konkurrenten Rewe Austria) führende Einzelhändler des Landes um vier Prozent zu und erzielte 12,2 Milliarden Euro Umsatz. Geht die interne Planung auf, wächst das Geschäftsvolumen 2012 abermals um vier Prozent. Gewinn und Kapitalkraft sollen in ähnlicher Weise zulegen. Für die Branche insgesamt rechnet das amerikanische Marktforschungsinstitut Nielsen derzeit mit knapp drei Prozent Wachstum. Spar Österreich kann also seinen Marktanteil ausbauen, in diesem Jahr wahrscheinlich auf 30 Prozent. Die neue Anleihe des Handelsriesen macht das zu einer interessanten Anlage.

Spar Österreich ist mit mehr als 1500 Standorten und 38 000 Beschäftigten der größte private Arbeitgeber des Landes. Etwa die Hälfte der Märkte gehört dem Konzern, die andere Hälfte wird von selbstständigen Kaufleuten betrieben. Dazu kommt noch einmal ein fast ebenso umfangreiches Geschäft in angrenzenden Ländern, am wichtigsten in Norditalien und Ungarn. Kern des Sortiments sind Lebensmittel und Waren des täglichen Bedarfs. Angeschlossen sind der größte Fleisch- und Wurstproduzent Österreichs sowie die eigene Herstellung von Kaffee, Wein und Spirituosen. Über eine Tochtergesellschaft werden Sportartikel verkauft.

Anleihe-Info: Spar Österreich
Kurs (in Prozent) 102,47
Kupon (in Prozent) 3,50
Rendite (in Prozent) 2,96
Laufzeit bis 21. September 2017
WährungEuro
ISINAT0000A0W6B3

Spar Österreich entstand 1954 als Handelsorganisation von 100 selbstständigen Kaufleuten. Treibende Kraft war der österreichische Einzelhandelspionier Hans F. Reisch. 1970 wurde Spar Österreich in eine Aktiengesellschaft umgewandelt, deren Anteile bei den Gründern liegen, derzeit mehr als 100 Einzelpersonen.

Die jüngste Anleihe von Spar im gesamten Nennwert von 200 Millionen Euro ist der vierte Bond, den das Unternehmen bisher herausgegeben hat. Wie das 2014 auslaufende Vorgänger-Papier (AT0000A0EN38) hat die Anleihe kein Rating. Angesichts der bisher stabilen Wachstumsgeschichte des Unternehmens ist das zu verschmerzen.

Diese Aktien hat Buffett im Depot

Die Finanzkennzahlen sind in Ordnung: In den Büchern stehen 730 Millionen Euro Eigenkapital, 23 Prozent der Bilanzsumme. Dieser Wert liegt zwischen dem des Handelskonzerns Metro (19 Prozent) und dem der Rewe-Gruppe (31 Prozent). Bei rund 300 Millionen Euro Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation, die Spar in diesem Jahr erreichen kann, machen die Nettofinanzschulden (1,06 Milliarden Euro) mehr als das Dreifache aus. Allerdings stehen dahinter erhebliche konzerneigene Immobilien, die mehr wert sein dürften als die in der Bilanz für Sachwerte angesetzten 1,3 Milliarden Euro.

Inhalt
Artikel auf einer Seite lesen
© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%