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Aktien, Anleihen, Fonds Die Anlagetipps der Woche

Welche Power im größten börsennotierten Energiekonzern der Welt steckt, zeigt sich schon am Eigenkapital. Mit 183 Milliarden Dollar steht ExxonMobil noch vor Apple. Aktien, Anleihen und Fonds für die private Geldanlage.

Kursverlauf der ExxonMobil-Aktie

Aktientipp - ExxonMobil: Stärker als erwartet und reicher als Apple

Der Krieg im Irak und die Unruhen in Nigeria – beides große Ölförderländer – treiben den Preis für ein Fass Rohöl auf den höchsten Stand seit neun Monaten. Dass sich die politischen Turbulenzen in diesen Ländern schnell wieder legen, ist wenig wahrscheinlich. Und dass Öl bald wieder billiger wird, ist angesichts der steigenden Nachfrage bei einer insgesamt anziehenden Konjunktur ebenfalls nicht in Sicht. Die Weltbank rechnet mit 2,8 Prozent globalem Wachstum in diesem Jahr. Dabei werde der steigende Energiebedarf, so die Internationale Energieagentur, vor allem von Öl und Gas gedeckt. Mit einer täglichen Förderung von 4,2 Millionen Barrel Öl- und Gasäquivalent ist ExxonMobil der größte börsennotierte Energiekonzern der Welt. Die geprüften Reserven betragen 25,2 Milliarden Barrel, etwa je zur Hälfte Öl und Gas. Geförderte Reserven werden zu 103 Prozent durch neue Vorkommen ersetzt.

Kuriose Börsenpannen

Diese für Exxon eher niedrige Quote ist darauf zurückzuführen, dass die Amerikaner sich derzeit mehr auf die Ausbeutung bestehender Quellen konzentrieren als auf die Erschließung neuer Vorkommen. Allerdings werden in den nächsten drei Jahren bis zu 20 neue Bohrprojekte (etwa in Kanada und Papua- Neuguinea) dazu beitragen, dass die Förderung ab 2015 wieder steigt. Im ersten Quartal erzielte Exxon einen stabilen Umsatz von 107 Milliarden Dollar. Bis Ende des Jahres dürfte Exxon die 390 Milliarden Dollar Geschäftsvolumen von 2013 leicht übertreffen. Netto verdiente Exxon im ersten Quartal mit 9,1 Milliarden Dollar mehr als erwartet. Für das Gesamtjahr sind die Aussichten gut: Öl- und Erdgaspreise ziehen an, im Raffiniergeschäft stabilisieren sich die Margen, Kostensenkungen entlasten die Ausgabenseite. Es sollte kein Problem sein, die von Analysten erwarteten 33 Milliarden Dollar Reingewinn zu erzielen. Welche Power in Exxon steckt, zeigt eine Zahl ganz besonders: In der Bilanz stehen 183 Milliarden Dollar Eigenkapital. Das ist viel mehr, als die schwerreichen High-Tech-Ikonen Apple (130 Milliarden Dollar) oder Microsoft (83 Milliarden Dollar) hier auf die Waage bringen. Kein Wunder, dass die Aktienrückkäufe weitergehen und die Dividende für 2014 steigt, womöglich auf 2,70 Dollar je Aktie.

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