Aktien, Anleihen, Fonds Die Anlagetipps der Woche

Zehn Jahre traten Microsoft-Aktien nur auf der Stelle, jetzt werden Sie wieder interessant. Aktien, Anleihen und Fonds für die private Geldanlage.

Das Softwareimperium Microsoft als Newcomer einzustufen klingt zunächst reichlich schräg. Doch genau aus diesem Blickwinkel ist Microsoft für Anleger wieder interessant. Zehn Jahre traten Microsoft-Aktien nur auf der Stelle. Nun aber haben sie einen neuen langfristigen Aufwärtstrend begonnen.

Motor dafür ist der neue Chef Satya Nadella. Unter seiner Ägide soll aus dem trägen Riesen wieder ein dynamisches Wachstumsunternehmen werden. Nadella hat zwei Ziele. Er will den bisherigen Schwerpunkt Programme (Software) durch Geräte, also Hardware, ergänzen und den Rückstand im mobilen Geschäft (Smartphones, Tablets, Internet) aufholen.

Im Cloud-Geschäft, bei dem Kunden auf Software via Internet zurückgreifen, arbeitet Microsoft mit Marktführer Salesforce zusammen. Wer auf Programme zugreift, macht das über Microsoft-Betriebssysteme. Azure, die Microsoft-Plattform für Cloud Computing, legte zuletzt mit einer dreistelligen Wachstumsrate zu. Ein weiterer Hoffnungsträger für das mobile Geschäft, der Tablet-Computer Surface, brachte in den ersten Monaten 2014 einen Umsatzschub.

Wie man an der Börse die besten Chancen hat

In den USA hat der Verkauf der neuen Variante Pro 3 begonnen. Gut im Rennen um Hardwarekunden liegt die neue Spielkonsole XBox One. Sie verkaufte sich zwar in den vergangenen Monaten nicht so häufig wie die Playstation 4 von Sony. Dennoch dürften die Absatzzahlen bald kräftig anziehen, da die XBox nun offiziell in China angeboten werden darf. Mit einer halben Milliarde Spieler ist China der weltgrößte Markt für Spielkonsolen.

Auszahlen dürfte sich auch die Übernahme des Handygeschäfts von Nokia. Der Verkauf von Lumia-Geräten durch Microsoft hat gerade begonnen. Aller Voraussicht nach wird das ehemalige Nokia-Geschäft ab dem Frühjahrsquartal in die Microsoft-Zahlen einfließen. Der zum 30. Juni anstehende Geschäftsjahresabschluss dürfte deshalb nicht schlecht ausfallen: Wahrscheinlich werden es rund 85 Milliarden Dollar Umsatz (plus neun Prozent) und fast 23 Milliarden Dollar Reingewinn (plus vier Prozent). Microsoft ist auf gutem Weg, neues Geschäftsvolumen mit alter Margenstärke zu verbinden.

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