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Aktien, Anleihen, Fonds Die Anlagetipps der Woche

Der Schweizer Vermögensverwalter Adamant hat die Lage auf dem chinesischen Gesundheitsmarkt früher erkannt als die Konkurrenz. Der Fond bietet daher attraktive Investitionschancen. Aktien, Anleihen und Fonds für die private Geldanlage.

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Lacuna Adamant Asia Pacific Health

Zwei Drittel der Weltbevölkerung leben in Asien, wo die Bevölkerung zugleich rapide altert. In Südkorea etwa hat sich die Lebenserwartung seit den Siebzigerjahren um 24 Jahre verlängert, Japan liegt mit einer Lebenserwartung von 87 Jahren bei Frauen und 80 Jahren bei Männern weltweit an der Spitze. Diese demografische Entwicklung wird sich in China und anderen Ländern der Region wiederholen. Entsprechend zunehmen werden auch dort chronische Krankheiten, die vermehrt im Alter auftreten.

Die Gesundheitsmärkte in den bevölkerungsreichen Ländern der Region befinden sich noch im Aufbau. In China erreichen die Gesundheitsausgaben 5,2 Prozent der Wirtschaftsleistung, in Indien 3,9 Prozent und in Indonesien gar nur 2,7 Prozent. Zum Vergleich: Japan und Südkorea kommen hier auf Quoten von 9,3 und 7,2 Prozent. Die chinesische Regierung will mindestens das Niveau von Südkorea erreichen. Das bedeutete für den chinesischen Gesundheitsmarkt 15 Prozent Wachstum pro Jahr. Zusätzliche Gesundheitseinrichtungen müssen ausgestattet werden mit medizinischen Instrumenten und Geräten. Für zusätzlichen Bedarf nach medizinischer Versorgung sorgt neben der Alterung der Bevölkerung das Nachahmen ungesunder westlicher Ess- und Lebensgewohnheiten. Wohlstandskrankheiten wie Bluthochdruck, Asthma und Diabetes treten immer häufiger auf. In China gibt es bereits 100 Millionen Diabetiker, jeder dritte Stadtbewohner is(s)t zu fett.

Die zehn wichtigsten Aktien-Regeln

Inzwischen sind asiatische Gesundheitsunternehmen nicht nur Lizenznehmer westlicher Konzerne, sondern investieren selbst in Forschung und Entwicklung und werden so zu Partnern oder Konkurrenten der West-Konzerne. Die Entwicklung früh erkannt hat der Schweizer Vermögensverwalter Adamant. Schon 2006 legte er den Lacuna Adamant Asia Pacific Health auf. Der Fonds investiert vor allem in asiatische Gesundheitsfirmen. Wegen seines regionalen Schwerpunkts litt der Fonds seit 2013 unter einem Schwellenländer-Malus und blieb hinter der Branchenentwicklung zurück. Doch die Expertise des Managements überzeugt. Der Fonds sollte in Zukunft besser abschneiden als viele Konkurrenzprodukte.

Anleihetipp - Bastei Lübbe: Nichts zu rütteln

Um noch irgendwo etwas Zins herauszupressen, müssen sich Anleger mehr denn je strecken, insbesondere bei Zinsanlagen mit relativ kurzer Laufzeit. Um mehr als zwei Prozent über zwei bis drei Jahre erzielen zu können, bleibt nichts anderes als der Hochzinsbereich. Ein Segment des Anleihemarktes also, das eine nicht mehr besonders hohe Sicherheit für Zins- und Tilgungszahlungen bietet. Schauen wir auf das Papier des Bastei-Lübbe-Verlags. Der Zinskupon liegt bei 6,75 Prozent, bis zum Ende der Restlaufzeit im Oktober 2016 rentiert der im Kurs gestiegene Bond mit nur noch 2,3 Prozent jährlich.

Immerhin gibt es gute Chancen, dass das Papier bedient und zurückgezahlt wird. So hat Bastei Lübbe im Geschäftsjahr 2013/14 (31. März) den Umsatz um 9,4 Prozent auf 107,5 Millionen Euro gesteigert; das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) legte überproportional auf 14,9 Millionen Euro zu. Auch der Nettogewinn wuchs stark mit einem Plus von 14,5 Prozent auf 9,1 Millionen Euro. Erfreulich für Anleihekäufer: Das Eigenkapital des börsennotierten Verlags erhöhte sich nach Kapitalerhöhung von 26,8 auf 52,1 Millionen Euro; die Eigenkapitalquote stieg von 30,2 auf 48,1 Prozent, und der operative Mittelzufluss machte einen Sprung auf 11,1 (Vorjahr: 1,6) Millionen Euro. Zu den Anleiheschulden von 30 Millionen Euro kommen weitere Finanzschulden über vier Millionen Euro. Denen standen zum Bilanzstichtag gut zwölf Millionen Euro liquide Mittel gegenüber.

Anleihe-Info: Bastei-Lübbe
Kurs (%) 109,80
Kupon (%)6,75
Rendite (%)2,29
Laufzeit bis26. Oktober 2016
WährungEuro
ISINDE000A1K0169

Wer jetzt kauft, bezahlt 1098 Euro je 1000 Euro Anleihe-Nennwert, dazu bezahlt er noch aufgelaufen Stückzinsen von rund 50 Euro. Letztere sind neutral, sie gleichen nur aus, dass der Anleger den Zinsertrag für das volle Jahr überwiesen bekommt. Dreimal erhält der Anleger den Kupon von 6,75 Prozent, das macht 202,50 Euro über die Restlaufzeit je einer Anleihe – vor Steuern. Bei Rückzahlung der Anleihe zum Nennwert 1000 verlieren Investoren dann 98 Euro. Diese dürfen im Jahr 2016 mit Spekulationsgewinnen aus Aktien oder mit Dividenden- und Zinseinnahmen verrechnet werden, auch mit denen aus der Bastei-Anleihe.

In diesem Jahr können die Stückzinsen von 50 Euro von der Zinsausschüttung abgezogen werden, der Rest wird versteuert. 2015 sollten entweder der Sparerfreibetrag genutzt oder Verluste gegengerechnet werden können, damit sich die Anleihe am Ende auch nach Steuern und Gebühren ein wenig rentiert. Reich wird mit kurzfristigen Anleihen momentan aber niemand. Daran ist nicht zu rütteln.

Zertifikat-Tipp - Europäische Rohstoffaktien: Minen-Dreh mit vier Prozent Dividende

Rückläufige Rohstoffpreise, hohe Förderkosten und eine konjunkturbedingt flaue Nachfrage haben die operativen Gewinne der Rohstoffkonzerne seit dem Top-Jahr 2011 um ein Drittel gedrückt. Doch nun mehren sich die Anzeichen, dass die Marktführer wieder Tritt fassen. Nach drei Jahren Kurskorrektur drehen Aktien großer Rohstoffunternehmen nach oben.

Die großen Produzenten haben sich darauf eingestellt, auch bei gedrückten Rohstoffpreisen gut zu verdienen. Das zeigt sich vor allem beim wichtigen Rohstoff Eisenerz. Analysten der Schweizer UBS haben ausgerechnet, dass die Produktion einer Tonne Eisenerz Rio Tinto im Durchschnitt 44 Dollar kostet, BHP Billiton produziert für 53 Dollar. Selbst wenn der Erzpreis also von derzeit 100 Dollar auf 90 oder gar 80 Dollar sinken sollte, bliebe reichlich Geld in der Kasse. Dass vielen kleineren Förderern vorher die Luft ausgeht, käme den Großen zugute. Die Fusion zwischen Rohstoffhändler Glencore und Minenkonzern Xstrata diente auch dazu, Produktionskosten zu senken.

In den Zahlen von 2014 sollte dieser Effekt sichtbar werden. Der Verkauf von Randgeschäft und noch moderate Rohstoffpreise dürften den Umsatz der europäischen Rohstoffkonzerne 2014 noch einmal sinken lassen, im Schnitt um gut zehn Prozent. Gleichzeitig ziehen die operativen Renditen nach dem Tiefpunkt von 2013 wieder an; geht es nach den Hochrechnungen der Analysten, von 13,5 Prozent auf 16 Prozent. Catherine Raw, Managerin des führenden BGF World Mining Fund von Blackrock, sieht das zyklische Tief der Bergbaubranche überwunden.

In Arbeit
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Die wichtigsten in Europa notierten Rohstoffaktien (Anglo American, BHP, Rio Tinto, Glencore, Antofagasta) sind im Branchenindex Stoxx Europe 600 Basic Resources vertreten Mit unbegrenzt laufenden Zertifikaten können Anleger auf den Wiederaufstieg der Minen-Multis setzen. Die Dividenden der Einzelaktien fließen in den Index und damit in den Kursverlauf des Zertifikats mit ein. Im vergangenen Jahr waren das immerhin knapp vier Prozent.

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