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Aktien, Anleihen, Fonds Die Anlagetipps der Woche

Trotz ernüchternder Zahlen bei den Windows-8-Verkäufen, steigt die Microsoft-Aktie. Langfristig gehen Anleger mit Microsoft kaum ein Risiko ein. Aktien, Anleihen und Fonds für die private Geldanlage.

Kursverlauf der Microsoft-Aktie

Aktientipp - Microsoft: Der PC ist tot, Microsoft noch lange nicht

Als der – man muss es heutzutage extra dazusagen – immer noch weltgrößte Softwarekonzern Microsoft vergangenen Donnerstag Geschäftszahlen präsentierte, da ruhten alle Hoffnungen auf Windows 8, dem neuen Betriebssystem. Genau genommen wurden die Hoffnungen enttäuscht, die Windows-8-Verkäufe waren schlecht. Dennoch steigt seither die Aktie, sogar gegen den Börsentrend.

Ohne Buchungsverschiebungen in das gerade abgelaufene dritte Quartal 2012/13 hätte Microsofts Umsatz nicht, wie gemeldet, um 18 Prozent zugelegt auf 20,5 Milliarden Dollar, sondern nur um acht Prozent; in der Sparte Windows (plus 23 Prozent) hätte er sogar stagniert. Windows 8 ist also (noch) ein Flop.

Besserung ist kaum in Sicht, denn der Markt für klassische PCs und Laptops schrumpft nach wie vor rapide, gegenüber dem Vorjahr zuletzt um satte zehn Prozent, wie die beiden führenden Marktforscher Gartner und IDC just in den Tagen vor den Microsoft-Zahlen unisono verkündeten. Doch Microsoft ist, entgegen der noch immer verbreiteten Wahrnehmung, längst nicht mehr nur Windows. Server- und Firmensoftware machen inzwischen zusammen mehr als elf Milliarden Dollar und damit die Hälfte der Quartalsumsätze aus, beide Bereiche wachsen stetig, der Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahresquartal um elf respektive acht Prozent. Zudem waren die Erwartungen an Microsoft nach Enttäuschungen durch High-Tech-Kollegen wie Apple, IBM und Intel schon so derart im Keller, dass es dem Konzern nicht allzu schwerfiel, diese (leicht) zu übertreffen. Langfristig gehen Anleger mit Microsoft ohnehin kaum ein Risiko ein: Trotz schrumpfender PC- und damit Windows-Umsätze kompensieren die anderen Sparten die schrumpfenden Umsätze locker.

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Hinzu kommt die günstige Bewertung, die auch den Hedgefonds ValueAct anlockte: Der Fonds besitzt jüngsten Daten zufolge Microsoft-Aktien im Wert von zwei Milliarden Dollar. Wahrscheinlich spekuliert er auf die Dividenden: Microsoft sitzt auf 50 Milliarden Dollar netto Cash und schüttet derzeit nur rund 31 Prozent seiner jährlichen Nettogewinne aus. Dennoch liegt die Dividendenrendite bei drei Prozent, fünf wären locker drin, ohne an die Substanz zu gehen.

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