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Aktien, Anleihen, Fonds Die Anlagetipps der Woche

Der Chiphersteller Qualcomm könnte Konkurrent Intel bald vom Technikthron stoßen. Besonders im Bereich des neuen Mobilfunkstandards LTE ist Qualcomm einen Schritt voraus. Das macht die Aktie für Anleger attraktiv.

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Kursverlauf der Qualcomm-Aktie

Aktientipp - Qualcomm: Neue Chips bringen noch mal Schub

Nicht nur Apple und Google sind Gewinner des Umbruchs in der IT (weg vom PC, hin zu kleinen, mobilen Internet-Geräten). Auch der Chiphersteller Qualcomm ist Profiteur. Aus Smartphones und Tablets sind Qualcomm-Chips nicht mehr wegzudenken; in nur zwei Jahren stiegen die Kalifornier von der weltweiten Nummer neun zur Nummer drei auf. Anders als PCs und Laptops brauchen die internetfähigen, kleinen Mobiltelefone nicht nur leistungsstarke, sondern vor allem stromsparende Chips.

Der einst übermächtige Marktführer Intel hat den Technologiewandel verschlafen, Qualcomm konnte in die Lücke stoßen. Der Marktanteil bei den Baseband-Chips, die der mobilen Daten- und Sprachübermittlung dienen, liegt bei 57 Prozent. Anders als viele Smartphone-Zulieferer hängen die Kalifornier nicht von der Gunst eines Großkunden ab. Sie haben Lieferverträge mit beiden Marktführern, Apple und Samsung.

Die zehn wichtigsten Aktien-Regeln

Im Aktienkurs spiegelt sich die Erfolgsgeschichte nur zum Teil wider: Der Kurs hat sich in den vergangenen fünf Jahren nicht einmal verdoppelt. Dem stehen im gleichen Zeitraum ein fast verdreifachter Umsatz (von 8,8 auf 23 Milliarden Dollar 2013) und eine Verdoppelung des Nettogewinns (von 3,3 auf 6,6 Milliarden Dollar) in nur vier Jahren entgegen. 2013 sollte der Nettogewinn bei 7,0 Milliarden Dollar liegen, das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) 2013 läge daraus abgeleitet bei 13. Das ist nicht teuer, doch die entscheidende Frage aus Sicht der Anleger ist, ob Qualcomm die Konkurrenz dauerhaft auf Abstand halten kann. Die schläft zwar nicht: Nvidia etwa wird im vierten Quartal Chips auf den Markt bringen, die bei Stromverbrauch und Produktionskosten mit Qualcomm mithalten werden. Microsoft wird im neuen Nokia-Lumia wohl auf die Nvidia-Chips setzen. Doch dessen Marktanteile sind gering, und Qualcomm sitzt im hochpreisigeren Segment fest im Sattel.

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    Der neue Mobilfunkstandard LTE dürfte einen Schub bringen, und wieder ist Qualcomm der Konkurrenz voraus: Sie bietet einen LTE-Chip, der mehrere Frequenzen abdeckt, sodass die Hersteller ihre Smartphones nicht mehr in jedem Land mit anderen Chipsätzen bestücken müssen. Im iPhone 5 etwa ersetzt ein LTE-Chip drei alte.

    Aktientipp - Homag: Türen für China, Wende im Schwarzwald

    Kursverlauf der Homag-Aktie

    Aktientipp - Homag: Türen für China, Wende im Schwarzwald

    In Deutschland werden pro Jahr 6,5 Millionen Türen aus Holz gefertigt; in China sind es mehr als 100 Millionen. China ist hier nicht nur der größte Markt der Welt, er wächst auch dynamisch, weil immer mehr Menschen vom Land in die Städte ziehen, dort Wohnungen brauchen – und damit Türen, Bauelemente und Möbel. Die Maschinen, auf denen Platten, Leisten oder Treppen aus Holz hergestellt werden, stammen zu einem immer größeren Teil aus Schopfloch im Schwarzwald – vom Spezialmaschinenbauer Homag.

    10 Tipps für Börseneinsteiger

    Dessen Geschäftsaussichten sind weltweit gut. In Amerika steigt mit der Erholung auf dem Wohnungsmarkt die Nachfrage nach Holzbearbeitungsmaschinen, in Deutschland ist der Möbelmarkt zumindest stabil. Dazu kommt der Trend zur Automatisierung: Nicht nur die Großen der Branche wie Ikea arbeiten mit Homag-Maschinen; auch kleinere Handwerksbetriebe setzen vermehrt auf Schwarzwälder Technik. Mit 249 Millionen Euro ist der Auftragsbestand so hoch wie seit 2008 nicht mehr. Damit sollte es kein Problem sein, erstmals 800 Millionen Euro Jahresumsatz zu erreichen. Dank Sparmaßnahmen und gutem Finanzergebnis kann der Nettogewinn von 12,7 Millionen auf über 15 Millionen klettern. Nach Verlust 2011 und Erholung 2012 hätte Homag damit den Turn-around geschafft.

    Die operative Wende könnte auch dazu beitragen, dass sich die beiden Großaktionäre, die Beteiligungsgesellschaft DBAG (39,5 Prozent) und Unternehmensgründer Gerhard Schuler (25,01 Prozent), nach ihrem Streit über die Geschäftspolitik wieder näher kommen. Die Aktie würde das beflügeln.

    Anleihetipp - Deutsche Post/Daimler: Mit Krisenschutz

    Auf diese Niedrigzinsprodukte schwören die Deutschen
    FestgeldDas Marktforschungsinstitut TNS Emnid hat ermittelt, wo die Deutschen ihr Geld im Jahr 2013 angelegt haben. Auch 2011 hat sich das Institut das Spar- und Anlageverhalten der Deutschen angesehen. Das Ergebnis: Die Deutschen sparen zwar mitunter mehr Geld als noch vor zwei Jahren, aber es scheint ihnen mittlerweile völlig egal zu sein, wie viel Zinsen sie bekommen. So parken dieses Jahr fast 20 Prozent der Deutschen ihr Geld auf Festgeldkonten (2011 waren es rund 15 Prozent), auf denen sie maximal 1,91 Prozent bekommen (VakifBank). Quelle: Fotolia
    Sparstrumpf22 Prozent stecken ihr Erspartes in die Sparstrümpfe oder das Schweinchen. Jedenfalls antworteten sie auf die Frage nach ihrer Geldanlage, dass sie ihr Geld zuhause verwahren. Quelle: Fotolia
    TagesgeldDeutlich mehr Zinsen als beim heimischen Sparschwein winken den 27 Prozent der Deutschen, die ihr Erspartes aufs Tagesgeldkonto legen. Bei 1,1 Prozent Inflation im August sind 1,5 Prozent Zinsen allerdings nicht wirklich lohnend. Quelle: Fotolia
    SparbuchDas Sparbuch ist in diesem Jahr deutlich in der Gunst der Deutschen gefallen. Im ersten Quartal 2013 ist die Beliebtheit des Sparkontos um fünf Prozentpunkte auf 31 Prozent gesunken. Trotzdem ist das Sparbuch mit seinen 0,1 bis 1,5 Prozent Zinsen die Nummer vier der beliebtesten Anlageformen der Deutschen. Quelle: Blumenbüro Holland/dpa/gms
    LebensversicherungenDie Lebensversicherung ist seit Jahrzehnten der Deutschen liebste Form der Altersvorsorge, es existieren Millionen Verträge. Und auch, wenn die Zeiten üppiger Renditen schon lange vorbei sind und die Policen immer häufiger als Kostenfalle, Abzocke und Auslaufmodell gelten: Die Deutschen lieben sie. Allein in diesem Jahr gaben 33 Prozent der Befragten an, ihr Erspartes in Lebensversicherungen zu stecken. Quelle: dpa
    BausparverträgeDie Nummer zwei in der Gunst der Deutschen ist der Bausparvertrag. Er zählt vor allem noch immer zu den Klassikern der Immobilienfinanzierung. Dementsprechend gaben 34 Prozent an, 2013 ihr Geld in Bausparverträgen anzulegen. Quelle: dpa
    GirokontoDie meisten Deutschen parken ihr Geld allerdings auf dem völlig unverzinsten Girokonto. 45 Prozent nutzen dieses Konto 2013, um ihr Geld zu verwahren. Quelle: dpa

    Anleihetipp - Deutsche Post/Daimler: Mit Krisenschutz

    Die Inflationisten mussten sich vergangene Woche wieder einmal wegducken: 1,1 Prozent betrug zuletzt die Preissteigerungsrate in der Euro-Zone. Diejenigen, die Geld horten, statt anzulegen, sind also wieder einmal gekniffen. Klar, viel zu holen gibt es selbst bei langlaufenden Papieren sicherer Schuldner nicht. Aber gegen Inflation spricht, dass die Euro-Zone weiter deutliche Krisensignale sendet; selbst der deutsche Arbeitsmarkt fängt an, ein wenig zu taumeln. Das viele billige Geld kommt zwar an, aber nicht in der Realwirtschaft, wo es zu einer Inflation führen könnte. Vielmehr treibt es die Vermögenspreise. Und wenn die in sich zusammenfallen, wird aus Inflation schnell Deflation. Wer diese Möglichkeit in Betracht zieht, kauft von Zeit zu Zeit auch einmal eine niedrig verzinste Anleihe von Schuldnern, die auch Stürme aushalten.

    Gerade frisch auf den Markt gekommen sind Papiere von Daimler und der Deutschen Post. Gleich aus vier unterschiedlichen Anleihen können Investoren für kleines Geld wählen: Alle verlangen nur eine Mindestinvestition (Stückelung) von 1000 Euro. Wer kurz springen möchte, greift zu einem sogenannten Floater aus Stuttgart mit Laufzeit bis zum 7. Oktober 2016. Das Papier verzinst sich variabel: auf den Drei-Monats-Euribor, einem Kurzfristleihesatz unter Banken, gibt es einen Aufschlag von 0,3 Prozentpunkte. Der Euribor liegt bei nur 0,22 Prozent, macht also nur ein gutes halbes Prozent Gesamtverzinsung. Aber: In Krisenspitzenzeiten wie 2008 sprang der Euribor auch schon mal auf mehr als fünf Prozent – in dem Papier (ISIN DE000A1TNK78) steckt also Krisenschutz mit drin.

    Kurs99,44 Prozent
    Kupon2,75 Prozent
    Rendite2,81 Prozent
    Laufzeit bis 9. Oktober 2023
    WährungEuro
    ISINXS0977496636
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      Fixe zwei Prozent Jahreszins zahlt Daimler Anlegern, die zur zweiten neuen Anleihe greifen, die bis zum 7. April 2020 läuft (ISIN DE000A1TNK86). 18 Monate früher, am 9. Oktober 2018, wird ein frisches Papier der Deutschen Post fällig, das 1,5 Prozent Jahresrendite bringt (ISIN XS0977500767).

      Geradezu üppig dagegen der Ertrag der am längsten laufenden neuen Anleihe eines Dax-Unternehmens: 2,75 Prozent Jahreszins bringt das Post-Papier bis 9. Oktober 2023. Das ist immerhin ein glatter Prozentpunkt mehr, als eine vergleichbare Bundesanleihe abwirft.

      Interessant für Anleger könnte ein Mix aus dem Daimler-Floater und der zehnjährigen Post-Anleihe sein. Wer in alle vier investiert, kauft sich in eine durchschnittliche Restlaufzeit von gut sechs Jahren ein, bei einer Durchschnittsrendite von gut zwei Prozent. Bundespapiere, die Anfang 2020 fällig werden, bringen 0,99 Prozent.

      Fondstipp - Omikron 7: Bits und Bytes statt Bauchgefühl

      Kursverlauf Omikron 7

      Fondstipp - Omikron 7: Bits und Bytes statt Bauchgefühl

      Bei dem ursprünglich aus einem Family Office entstandenen Aktienfonds wählt in erster Linie ein Computer die Aktien aus. Der Rechner geht dabei nach sieben unterschiedlichen Strategien vor, die Vermögensverwalter Wolfgang Schiketanz aus Wien entwickelt hat. Die Strategien unterscheiden sich nach dem Börsenwert der Aktien sowie den verwendeten Filtern. Eine der simpelsten Strategien ist die Sortierung großer Titel ab drei Milliarden Euro Börsenwert nach Dividendenrendite und Aktienrückkaufprogrammen. Zuletzt spuckte der Rechner beispielsweise Amgen, CBS und Home Depot aus. „Vor allem US-Unternehmen kaufen eigene Aktien zurück und verringern so die Zahl der handelbaren Papiere, was letztlich dem Kurs zugute kommt“, sagt Schiketanz.

      Börse



      Der österreichische Vermögensverwalter verlässt sich nicht völlig auf seinen Computer. Er prüft die Kaufempfehlungen für Einzeltitel auf Plausibilität und kümmert sich um die regionale Streuung der Aktien. Momentan liegt der Schwerpunkt auf US-Aktien. „Die Haushaltskrise in den USA wird keine nachhaltigen Spuren an den Finanzmärkten hinterlassen“, sagt der österreichische Vermögensverwalter. Im Herbst 1995 habe es eine ähnliche Situation gegeben, in der sich die beiden großen Parteien gegenseitig blockierten und der US-Verwaltung vorübergehend der Geldhahn zugedreht wurde. Nach wochenlanger Diskussion legte der S&P 500 im November und Dezember dennoch um insgesamt zehn Prozent zu. Ähnliches erwarte Schiketanz auch für dieses Jahr.

      Bei mittelgroßen Unternehmen ab 200 Millionen Euro Börsenwert nutzt Schiketanz eine Strategie, die vor allem Aktien mit relativer Stärke bevorzugt. Zunächst werden nur Unternehmen ausgewählt, die sowohl im laufenden als auch im vergangenen Jahr profitabel sind und waren. Im zweiten Schritt fliegen alle Titel raus, deren Kurs-Umsatz-Verhältnis über 1,5 liegt. Die so selektierten Einzelwerte werden mithilfe von Gewinnmarge auf den Umsatz und der relativen Stärke weiter gefiltert, bis nur noch 25 Aktien übrig bleiben. Diese Titel hält der Fonds zwölf Monate. Maschinenbauer Dürr, Jenoptik und die Modekette Adler haben das Auswahlverfahren überstanden und liegen im Fonds.

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