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Aktien, Anleihen, Fonds Die Anlagetipps der Woche

An der Börse hat sich die Alstom-Aktie binnen fünf Jahren gedrittelt, jetzt aber wird sie interessant für antizyklische Investoren. Aktien, Anleihen und Fonds für die private Geldanlage.

Alstom

Aktientipp - Alstom: Dickes Auftragspolster von 51 Milliarden Euro

Alstom hat Probleme. Frankreichs größter Kraftwerksbauer spürt die Zurückhaltung der Energiekonzerne. Um ein Fünftel sind die Neubestellungen im vergangenen Halbjahr im Vergleich zur Vorjahresperiode zurückgegangen. An der Börse hat sich die Alstom-Aktie binnen fünf Jahren gedrittelt. Jetzt aber, bei 27 bis 28 Euro, ist das Papier interessant für antizyklische Investoren.

In der Kraftwerkssparte (40 Prozent Umsatzanteil) gibt es zwar weniger große Neubauten, das Geschäft mit Ersatz und Service aber ist stabil. Von RWE bekam Alstom gerade einen umfangreichen Auftrag zur Erneuerung von Gasturbinen in England. Bei mittleren und kleineren Aufträgen (bis 100 Millionen Euro) ist die Nachfrage robust.

Stabil ist das Wachstum in den Schwellenländern. Seit Jahrzehnten pflegen die Franzosen gute Beziehungen nach China, Indien und Brasilien. Schon heute macht Alstom mehr als ein Drittel seines Umsatzes in Asien und Afrika.

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Alstoms zweiter Schwerpunkt, Bahnen und Bahntechnik (rund 30 Prozent Umsatzanteil), profitiert von öffentlichen Infrastrukturausgaben. In Südafrika hat eine Unternehmensgruppe unter der Führung von Alstom einen riesigen Auftrag zur Lieferung von 600 Zügen bis ins Jahr 2025 hereingeholt – und dazu Serviceleistungen für 18 Jahre. Auf dem Heimatmarkt Frankreich muss das veraltete TGV-Hochgeschwindigkeitszugnetz erneuert werden. Mit dem französischen Verkehrsministerium laufen derzeit Gespräche über die Neubestellung von Zügen inklusive Wartung im Volumen von 500 Millionen Euro.

Das Bahngeschäft könnte Alstom auch auf andere Weise in Bewegung bringen: Ein Minderheitsanteil könnte verkauft werden, womöglich sogar über die Börse. Einschließlich kleinerer Beteiligungen könnte Alstom damit bis zu zwei Milliarden Euro hereinholen. Dazu läuft ein Sparprogramm. Bis 2016 sollen die jährlichen Kosten um 1,5 Milliarden Euro gedrückt werden. Zunächst steht der Abbau von 1300 Stellen auf der Agenda.

Schon im laufenden Geschäftsjahr (bis März 2014) dürften die Zahlen angesichts des hohen Auftragsbestands (51 Milliarden Euro) und der stabilen Margen nicht schlecht ausfallen. Netto könnten die 802 Millionen Euro vom Vorjahr durchaus übertroffen werden.

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