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Aktien, Anleihen, Fonds Die Anlagetipps der Woche

Novartis ist sehr solide finanziert und kann bestehende Mittel voll in den Ausbau des Kerngeschäfts fließen. Damit könnte der Schweizer Pharmakonzern seine schon führende Position auf dem Pharmamarkt weiter ausbauen.

Kursverlauf der Novartis-Aktie

Aktientipp - Novartis: Bald 30 Milliarden frei für strategische Käufe

Für 1,7 Milliarden Dollar wird Novartis das Geschäft mit Bluttransfusionsdiagnostik verkaufen. Der Schweizer Pharmakonzern erlöst dabei etwa das Dreifache des Jahresumsatzes, ein guter Preis. Weitere Verkäufe von Unternehmensteilen dürften folgen: Zur Disposition stehen das Geschäft mit Impfstoffen, das mit verschreibungsfreien Medikamenten und die Arzneimittel für Tiere. Insgesamt geht es etwa um ein Zehntel des gesamten Geschäftsvolumens, das in diesem Jahr rund 58 Milliarden Dollar erreichen dürfte.

Für Novartis haben die Verkäufe drei entscheidende Vorteile: Erstens trennen sich die Schweizer von kleineren Geschäftsbereichen, in denen sie nur eine Nebenrolle spielen. Zweitens sind die Gewinnmargen hier vergleichsweise niedrig. Und drittens dürfte der Erlös in den Ausbau des Kerngeschäfts fließen: Entwicklung, Produktion und Vertrieb neuer Medikamente.

Zusammen mit dem Erlös aus einem möglichen Verkauf der Beteiligung am Pharmakonzern Roche (Novartis gehört knapp ein Drittel der stimmberechtigten Inhaberanteile) könnte Novartis in den nächsten zwei Jahren rund 30 Milliarden Dollar neu zur Verfügung haben.

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Da Novartis heute schon mit einer Eigenkapitalquote von 58 Prozent sehr solide finanziert ist, könnten die neuen Mittel voll in den Ausbau des Kerngeschäfts fließen. Novartis würde damit seine schon führende Position auf dem Pharmamarkt ausbauen. Langfristig steigen dürfte dann auch der Gewinn. Im Pharmageschäft holt Novartis operative Renditen um 30 Prozent herein, obwohl die Schweizer hier unter der Konkurrenz billiger Nachahmerprodukte leiden. Allerdings zeigt das Beispiel des Blutdrucksenkers Diovan, dass die Generikahersteller keineswegs automatisch nach Ablauf des Patentschutzes diese Medikamente liefern können.

Wichtiger ist, dass Novartis derzeit fast 40 Prozent seines Pharmaumsatzes mit vergleichsweise neuen, wachstumsstarken Blockbustern macht, die in diesem Jahr jeweils mehr als eine Milliarde Umsatz bringen werden: etwa Gilenya gegen multiple Sklerose, Afinitor gegen Krebs, Tasigna gegen Leukämie. Darüber hinaus stecken in der Pipeline 34 Neuentwicklungen von Medikamenten; bei mehr als 30 Präparaten wird für neue Anwendungen geforscht.

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