WiWo App Jetzt gratis testen
Anzeigen
Benachrichtigung aktivieren
Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Themen der WirtschaftsWoche informieren? Sie erhalten 1 bis 3 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft
Erlauben Sie www.wiwo.de, Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert
Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Themen der WirtschaftsWoche auf dem Laufenden. Sie erhalten 1 bis 3 Meldungen pro Tag.
Wiwo Web Push

Aktien, Anleihen, Fonds Die Anlagetipps der Woche

Nicht nur die tierliebende Kundschaft wird gut versorgt, PetSmart denkt auch an die eigenen Aktionäre. Aktien, Anleihen und Fonds für die private Geldanlage.

PetSmart

Aktientipp - PetSmart: Ein Freund, ein guter Freund

In gut 40 Millionen US-Haushalten lebt ein Kind, in 80 Millionen ein Haustier. Gut 90 Prozent der amerikanischen Heimtierbesitzer empfinden ihren Mitbewohner als Mitglied der Familie, zwei Drittel teilen gar das Bett mit ihm, und jeder Zweite schenkt seinem Liebsten auch regelmäßig etwas Besonderes zum Geburtstag. Liebe bindet. Und wenn mal gespart werden muss, dann zuletzt am kleinen Freund. Diese besondere Bindung beschert Anbietern von Heimtierbedarf gut laufende Geschäfte und vor allem im Bereich Tiernahrung stabile und regelmäßig wiederkehrende Erlöse.

PetSmart wurde 1986 in Phoenix im US-Bundesstaat Arizona gegründet. Das Unternehmen ist heute der größte Anbieter von Heimtierbedarf in Nordamerika. Der Einzelhändler vertreibt in den USA, Kanada und Puerto Rico in über 1300 eigenen Geschäften mehr als 11 000 Futter- und Zubehörartikel, die auch online verkauft werden. Der Online-Auftritt profitiert vom etablierten und starken Markennamen. Neben den Läden betreibt PetSmart noch rund 200 Hunde- und Katzenpensionen.

Was Experten für den Kapitalmarkt 2014 erwarten
Jeden Winter veröffentlichen die internationalen Banken ihren Kapitalmarktausblick für das kommende Jahr: Wie entwickeln sich einzelne Währungen, Staatsanleihen, die Inflation, das Wirtschaftswachstum einzelner Länder und Wirtschaftsregionen oder die Leitindizes. Als Rückversicherung geben viele Geldhäuser neben ihren Prognosen aber auch gleich noch mit an, dass natürlich alles ganz anders kommen kann. So gab beispielsweise der Chefvolkswirt der Landesbank Baden-Württemberg, Uwe Burkert, zum Abschluss seines Kapitalmarktausblickes zu, dass gleich ein ganzes Bündel möglicher Gefahren die Zuversicht der Investoren ins Wanken bringen und sämtliche Aktienprognosen über den Haufen werfen könnte. So könnte die Angst vor dem Platzen von Preisblasen an den Finanzmärkten für Verunsicherung sorgen. Im Folgenden also die Analystenprognosen - wie immer ohne Gewähr. Quelle: Fotolia
Aktienprognose von SchroedersDie Experten der britischen Vermögensverwaltung Schroeders gehen davon aus, dass europäische Aktien auch 2014 ein starkes Aufwärtspotenzial haben. "Ein verbessertes Ertrags-Momentum dürfte als nächster Impulsgeber für einen Aufschwung bei europäischen Aktien dienen", sagt Rory Bateman, Leiter britische und europäische Aktien bei Schroders. Für ihn ist im kommenden Jahr ein Stockpicking-Ansatz der Schlüssel zum Erfolg, um die Gewinner unter den europäischen Werten zu ermitteln. "Anleger sollten sich nun darauf konzentrieren, zwischen den verschiedenen Grautönen innerhalb des europäischen Marktes zu unterscheiden. Allgemeingültige Anlagestrategien für bestimmte Sektoren oder Ländern sind nämlich nicht mehr angebracht. 2014 wird für den europäischen Aktienmarkt ein Jahr der Einzeltitelauswahl", ist der europäische Aktienexperte überzeugt. Er rät beispielsweise zu Papieren von Unternehmen aus dem Lebensmittel- und Getränkesektor sowie zu Konsumgüterherstellern. Quelle: Screenshot
Schroeders zur Entwicklung bei den BankenMit Blick auf die viel befürchtete Bankenkrise in Europa kann Bateman beruhigen: „Das Risiko einer systemischen Bankenkrise in Europa ist praktisch nicht mehr vorhanden. Die Banken in der Region haben den Fremdkapitalanteil und die Risikopositionen in ihren Bilanzen abgebaut und geben Aktien aus. Der Sektor ist also auf dem richtigen Weg, um die in Basel III festgelegte Kernkapitalquote von zehn Prozent bis Ende 2013 umzusetzen – weit vor der gesetzlich vorgesehenen Frist.“ Außerdem werde die Europäische Zentralbank (EZB) 2014 die Vermögensqualität im Bankensektor prüfen. Und auch wenn einzelne Banken vermutlich zusätzliches Kapital benötigen werden, geht der europäische Aktienexperte davon aus, dass das Vertrauen damit nicht nur wiederhergestellt, sondern auch signalisiert werde, dass die europäischen Banken kein systemisches Risiko mehr darstellen. Während spanische Banken aufgrund von Immobilienkrediten mit Schwierigkeiten zu kämpfen hätten, würden notleidende Kredite auch den italienischen Banken gewisse Unsicherheiten bescheren. Quelle: dpa
DAX-Prognose der TargobankDer Targobank-Chefvolkswirt Otmar Lang blickt optimistisch in das kommende Börsenjahr: „Wir sehen für den DAX ein Rückschlagpotenzial bis 8.300 Indexpunkte, erwarten ihn aber zum Jahresende 2014 bei rund 10.700 Zählern“, sagt er. Obwohl der deutsche Leitindex in den letzten zwei Jahren gut 30 Prozent zugelegt habe, sei er noch nicht überwertet. "Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt in der Nähe der langfristigen Durchschnitte", so Lang. Die große Skepsis der Vergangenheit, die sich in sehr niedrigen Bewertungen niederschlug, sei in hoffnungsvolle Erwartungen umgeschlagen. Quelle: obs
Rohstoffausblick der TargobankBei den Rohstoffmärkten werde sich auch 2014 nicht viel tun, so Lang. Jedenfalls lasse die Aufwärtsbewegung weiter auf sich warten. Quelle: dpa
Targobank zur Inflation und GeldpolitikChefvolkswirt Lang geht davon aus, dass die US-Notenbank FED unter neuer Führung eine Wende in der Geldpolitik einleiten, aber sehr, sehr viel Augenmaß walten lassen wird. "Die Notenbanken werden ihre Geldpolitik nur ändern, wenn die Konjunktur anzieht." Es sei dennoch möglich, dass die FED im Laufe des zweiten Quartals 2014 ihr Anleihen-Ankauf-Programm reduziere. Und weiter: "Je lockerer die europäische Geldpolitik wird, desto fester notiert der Euro." Der Glaube an mögliche Wunderwaffen der EZB und vor allem an den "Magier" Draghi erstaune, solle aber nicht beiseite gewischt werden. "Wir sind skeptisch, ob ein Zurückfahren der lockeren Geldpolitik, womit im ersten Halbjahr 2014 gerechnet werden sollte, in den USA wirklich einen stärkeren Dollar bedingt. Das gilt umso mehr, wenn Europa sich 2014 aus der Rezession befreien kann." Inflation spielt Lang zufolge 2014 keine Rolle. "Es ist sogar möglich, dass sich der Preisauftrieb für den gesamten Euroraum der Null-Linie nähert", prognostiziert er. "Das wird der EZB nicht gefallen." Auch die anhaltend hohe Arbeitslosigkeit in den europäischen Südländern dürfte sie beunruhigen. Quelle: REUTERS
Targobank zur Weltkonjunktur und den Anleihemärkten"Die Weltkonjunktur wird sich in den kommenden sechs Monaten nur langsam erholen", sagt Lang. "Belebungseffekte gehen von den USA aus, aber weiter nur sehr verhalten von den Emerging Markets." So werde die chinesische Wirtschaft erst in der zweiten Hälfte 2014 Fahrt aufnehmen. Europa könne sich zwar aus der Rezession befreien, doch ein konjunktureller Aufwärtstrend werde sich frühestens Mitte 2014 herausbilden. "Deutschland kann mit positiven Wachstumsraten rechnen", glaubt der Experte. An den Rentenmärkten haben "Südeuropäische Anleihen Kurspotenzial, weil es der Politik gelingen sollte, die Euro-Krise weiter einzudämmen", sagt Lang. "Die jüngsten, wenn auch nur marginalen Rating-Verbesserungen für Griechenland und Spanien, sind Vorboten einer Stabilisierung in der Eurokrise." Das Schwerpunktinvestment der Targobank blieben aber dennoch Unternehmensanleihen mit kürzeren Laufzeiten. Quelle: dpa

Das Gesamtvolumen des nordamerikanischen Marktes für Heimtierprodukte wird auf 33 Milliarden Dollar veranschlagt. Mit Dienstleistungen rund um Hund, Katze, Maus, also zum Beispiel Training, Pflege, Gesundheit oder Ferienunterbringung, werden noch einmal schätzungsweise vier Milliarden Dollar umgesetzt.

PetSmart peilt für das am 31. Januar 2014 endende Geschäftsjahr einen Umsatzanstieg von rund drei Prozent auf rund sieben Milliarden Dollar an. Etwa jeder zehnte Umsatzdollar soll dabei aus dem Dienstleistungsgeschäft kommen.

Nicht nur die tierliebende Kundschaft wird gut bedient und versorgt, PetSmart denkt auch an die eigenen Aktionäre. Denn die freien Mittelzuflüsse, in diesem Jahr voraussichtlich 550 Millionen Dollar, fließen traditionell zu vier Fünfteln über den Rückkauf eigener Aktien und zu einem Fünftel über Dividendenausschüttungen an die Anteilseigner. PetSmart kann sich das leisten. Die Bilanz ist kerngesund. Die Nettoverschuldung liegt mit 220 Millionen Dollar im überschaubaren Bereich und die Eigenkapitalquote bei 45 Prozent.

Aktientipp - Villeroy & Boch: Aufsteigerpapier mit Nachholpotenzial

Villeroy & Boch

Der Keramik- und Porzellanhersteller ist in den Spezialwerteindex SDax aufgestiegen. Bei 300 Millionen Euro liegt der Marktwert, wenn man die Stammaktien, die sich im Familienbesitz befinden, zum gleichen Kurs wie die börsennotierten Vorzüge mitrechnet. Für diesen Preis bekommen Anleger ein Unternehmen, das in diesem Jahr mit rund 750 Millionen Euro Umsatz und an die 20 Millionen Euro Nettogewinn auf gutem Weg ist, sein bisheriges Top-Jahr 2007 zu erreichen.

Investoren warnen vor Börsencrashs
Der Wirtschaftsnobelpreisträger Robert Shiller warnte davor, dass die stark steigenden Preise an Aktien- und Immobilienmärkten zu gefährlichen Finanzblasen führen könnten. „Ich rufe noch nicht Alarm. Aber in vielen Ländern liegen die Kurse an der Aktienbörse auf einem hohen Niveau, und auch an manchen Immobilienmärkten sind die Preise stark angestiegen“, sagt der US-Ökonom dem „Spiegel“. Diese Entwicklung könne böse enden. "Der Boom am Aktienmarkt in den USA macht mir die meisten Sorgen", so Shiller. "Auch weil unsere Wirtschaft noch immer schwach und anfällig ist." Für ihn sind Preisblasen eine "gesellschaftliche Geisteskrankheit". Seine "Sorge" sei viel mehr, jenes von ihm entwickelte Maß des zyklisch bereinigten Kurs-Gewinn-Verhältnis. Aktien seien aber derzeit noch nicht übertrieben teuer. Er selbst habe sein Geld in Aktien angelegt, "die ich noch für niedrig bewertet halte". Dazu zählten laut Shiller Werte "etwa aus dem Energie- und Gesundheitssektor. Ich setze aber auch auf weltweite Aktienindizes", sagte er. Aus Branchen wie dem Finanz- und Technologiesektor habe er sich bereits zurückgezogen. Quelle: REUTERS
Der amerikanische Großinvestor Warren Buffett macht sich keinerlei Sorgen um den Aktienmarkt. Er erklärte: Aktien seien nicht überkauft, sondern befänden sich einer "Zone der Angemessenheit". Aktien würden nicht auf Blasen-Niveau notieren. "Man muss sein Vermögen in irgendetwas investieren und ich denke, dass gute Unternehmen, in die man sein Geld für lange Zeiträume steckt, mit Sicherheit gute Ergebnisse liefern werden." Quelle: dapd
Analysten der Deutschen Bank erwarten einen Absturz des deutschen Aktienmarkts. Dies berichtet das " Wall Street Journal". Die Prognose: Zum Jahresende werden der Dax nur noch bei 8400 Punkten liegen. Der Pessimismus rührt von den relativ schwachen Zahlen für das dritte Quartal her, die viele Unternehmen in den letzten Wochen vorgelegt haben. Eine Aufwärtsbewegung soll es demnach erst im kommenden Jahr wieder geben. "Ende 2014 dürfte der Dax mit der Erholung der Weltwirtschaft [...] zulegen und auf 9700 Punkte steigen", lautet die Prognose der Deutsche-Bank-Analysten. Quelle: REUTERS
Finanzinvestoren sollten sich nach Einschätzung der europäischen Branchengröße Permira nicht von den günstigen Kreditkonditionen blenden lassen. "Nur weil man derzeit viel Geld leihen kann, ist es nicht unbedingt eine gute Idee, dies auch zu tun", sagte Co-Chef Kurt Björklund. Das günstige Marktumfeld verlange ein großes Maß an Disziplin, um nicht die Bodenhaftung zu verlieren. Permira ist eine der größten europäischen Beteiligungsgesellschaften, die Konzerne wie Hugo Boss und ProSieben Sat1 in ihrem Portfolio hat. Quelle: dpa
Der umtriebige US-Investor Carl Icahn hat nach eigenen Angaben momentan besonders leichtes Spiel. "Meiner Meinung nach gab es noch nie eine bessere Zeit für aktivistische Investoren", sagte der Profi-Anleger. Wegen der anhaltend niedrigen Zinsen seien Übernahmen derzeit günstiger und leichter umsetzbar als sonst. Allerdings hat der Großinvestor auch Bedenken vor einem zu großen Engagement an den Börsen geäußert. Er sei derzeit bei Aktien sehr vorsichtig, sagte Icahn auf einer Reuters-Veranstaltung. Schließlich könnten die Kurse tief fallen, weil die Gewinne vieler Unternehmen mehr durch die niedrigen Kreditzinsen befeuert würden als durch die Strategie des Managements. Diese Einschätzung des 77-jährigen Milliardärs, der mit seinen Investitionen oft saftige Gewinne einfährt, sorgte an der New Yorker Börse für Aufsehen. Der S&P 500, der vor Icahns Rede praktisch unverändert notiert hatte, gab 0,4 Prozent nach. Der für sein aggressives Auftreten gegenüber dem Management seiner Beteiligungen bekannte Icahn signalisierte zudem, dass er seinen Kampf bei Apple nicht aufgeben wolle. Der Investor fordert, dass der US-Konzern sein Aktienrückkaufprogramm auf 150 Milliarden Dollar ausbaut. Apple will dem bisher nicht nachkommen. Quelle: REUTERS
Auch der US-Investor Jim Rogers hatte vor Kurzem vor Kurseinbrüchen um bis zu 50 Prozent gewarnt. Für ihn sei die aktuelle Bewertung von US-Aktien nicht zu rechtfertigen. Die wirtschaftliche Situation er USA gebe einen solchen Jubel nicht her, auch wenn der Shutdown abgewendet worden sei. "Es ist total künstlich, was wir sehen", sagt er gegenüber dem Deutschen Anleger Fernsehen. "Wenn der Markt das nächste Mal einbricht, dann geht es bis zu 50 Prozent nach unten." Quelle: AP
Mitte September hatte auch die EZB zur Vorsicht gemahnt. In einem Interview mit der "Bild" sagte EZB-Direktoriumsmitglied Jörg Asmussen auf die Frage, ob eine neue Blase oder ein neuer Crash drohten: "Leider haben viele Investoren ein kurzes Gedächtnis. Wir müssen immer damit rechnen, dass es zu Instabilitäten kommt." Quelle: dpa

Damals notierte die Aktie 50 Prozent höher als heute. 2009 und 2010 war Villeroy nach einer Kartellbuße von 71,5 Millionen Euro in die roten Zahlen gerutscht. Mit einem Sanierungsprogramm und im Zuge der Konjunkturerholung gelang die Wende. Im Geschäftsbereich Badkeramik macht sich auf dem Heimatmarkt die verstärkte Neubautätigkeit bemerkbar. In der Sparte Tischkultur dürfte das anziehende Konsumklima den Absatz in der Weihnachtssaison beflügeln. Das Auftragspolster per Ende September war um sieben Prozent stärker als zu Jahresanfang. Für die nächsten Jahre hat Villeroy mehrere Hoffnungsträger. In der Tischkultur setzen die Saarländer auf Esstrends (etwa Barbecue, Pizza und Pasta), für die entsprechendes Porzellan nachgefragt wird. Ausgebaut wird das Geschäft mit hochwertigen Geschenkartikeln. In Zusammenarbeit mit dem führenden japanischen Sanitärhersteller Toto wollen die Saarländer in Europa Duschtoiletten einführen, wie sie in Japan gang und gäbe sind. Das internationale Geschäft wird durch neue Verkaufszentralen in Mumbai, Riad und Monaco angekurbelt.

Anleihetipp - Aton: An Helmig hängen

Diese Indizes haben 2013 am meisten zugelegt
ATXDer Australien Traded Index (ATX) bildet die 20 größten börsennotierten Unternehmen Österreichs ab. In den ersten drei Quartalen hat der Leitindex ein Plus von sechs Prozent verbucht. Die dazugehörige Wiener Börse ist 1771 gegründet worden und gehört damit zu den ältesten Handelsplätzen der Welt. Heute beherbergt sie neben dem klassischen Wertpapierhandel auch die Strombörse EXAA sowie die CEGH Gas Exchange. Quelle: dpa
Euro-Stoxx-50Noch mehr zulegen konnte der Euro-Stoxx 50, der die 50 größten börsennotierten Unternehmen der Eurozone beinhaltet. Zehn Prozent legte das europäische Börsenbarometer seit Beginn des Jahres zu. Wenn sich die europäische Wirtschaftslage weiterhin stabilisiert und das Vertrauen der Anleger steigt, ist bis zum Jahresende noch mehr drin. Quelle: dapd
DAXDer deutsche Leitindex DAX belegt im internationalen Vergleich Rang sieben. Im Verlauf der ersten drei Quartale des Jahres konnte der deutsche Aktienindex 13 Prozent zulegen. Für das vierte Quartal sind Analysten ebenfalls optimistisch. Die meisten von ihnen sehen lediglich die Gefahr zwischenzeitlicher Rücksetzer an den Börsen. „Wir gehen davon aus, dass wir die Jahreshöchststände noch nicht gesehen haben“, schreiben etwa die Marktspezialisten der Landesbank Baden-Württemberg. Quelle: dpa
Dow JonesDie lockere Geldpolitik der Fed hat sich für den amerikanischen Aktienindex Dow Jones rentiert. Nachdem klar war, dass die US-Notenbank weiterhin monatlich Immobilienpapiere und Anleihen im Wert von 85 Milliarden Dollar kaufen wird, ging es für den Index nach oben. Allgemein stieg der Wert des Dow Jones' in den ersten neun Monaten des Jahres um 15 Prozent. Quelle: AP
SMIDer Schweizer Leitindex "Swiss Market Index" (SMI) zieht sogar am amerikanischen Dow Jones vorbei. Der SMI legte bis September um 16 Prozent zu. Grund dafür dürften die starken Kursgewinne von UBS und Credit Suisse sein, die im Index enthalten sind. Quelle: AP
Nikkei 225Die wirtschaftlichen Reformpläne in China haben zu Wochenbeginn für gute Stimmung an den Aktienmärkten in Fernost gesorgt. Die internationalen Märkte wird es freuen, weil der ohnehin schon erfolgreiche japanische Index Nikkei 225 dadurch noch mehr zulegen könnte. Bis September 2013 legte der Index um 40 Prozent zu. Quelle: AP
GSE-All-Share-IndexNoch stärker legte der GSE-All-Share-Index an der Börse in Ghana zu. Im internationalen Vergleich erreicht die Börse in Accra mit einem Plus von 44 Prozent den dritten Rang - vor Europa, Deutschland, den USA und der Schweiz. Der Grund für den starken Zuwachs ist das gute Rohstoffgeschäft der Minengesellschaften, die den Index dominieren. Quelle: dpa

Erfolgreichen Investoren zu folgen ist nicht nur für Aktionäre eine oft lohnende Strategie, sie kann sich auch für Anleihekäufer rentieren. So ist mit einer Jahresrendite von fast vier Prozent die neue Anleihe der Beteiligungsgesellschaft Aton ein verlockendes Angebot. Aton gehört der Familie des Mediziners und Milliardärs Lutz Mario Helmig, 67, der bei der Gründung der Klinkketten Asklepios (1987, zusammen mit seinem juristisch und wirtschaftlich versierten Partner Bernard Broermann) und Helios (1994) reichlich strategisches Geschick bewies; vor allem, als er 2005 Helios für 1,5 Milliarden Euro an den Gesundheitskonzern Fresenius verkaufte.

Mit diesem Geldsegen begann die schon 2001 von Helmig in Fulda gegründete Beteiligungsgesellschaft Aton ihren Höhenflug. Aus ehemals drei Tochtergesellschaften mit zusammen nicht viel mehr als 100 Millionen Euro Jahresumsatz ist bis heute (mit Sitz in der Münchner Leopoldstraße) ein Konglomerat aus 14 Unternehmensgruppen mit 127 Einzelgesellschaften geworden. Ein Schwerpunkt ist dabei der Ingenieurdienstleister Rücker, den Aton erst vor Kurzem von der Börse wegkaufte und der ab Januar mit einer weiteren Aton-Tochter (EDAG) verschmolzen wird. Weitere Ableger sind der Blutspendedienst Haema und der kanadische Bergbauspezialist Redpath, mit mehr als 40 Prozent Anteil für Aton der wichtigste Gewinnbringer. Zusammen dürften die Aton-Unternehmen dieses Jahr auf 2,3 Milliarden Euro Umsatz und mehr als 100 Millionen Euro Nettogewinn kommen.

Anleiheninfo
Kurs (Prozent)99,45
Kupon (Prozent)3,875
Rendite (Prozent)3,99
Laufzeit 08.11.2018
WährungEuro
ISINDE000A1YCQ45

Verrechnung von Altverlusten

Die Vermögensseite sieht stabil aus. Das Unternehmen gibt zum Halbjahr 721 Millionen Euro Eigenkapital bekannt, 47 Prozent der Bilanzsumme. Als Ebitda (Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation) sollten nach dem bisherigen Jahresverlauf mehr als 200 Millionen Euro bleiben. Daran gemessen wären die Nettoschulden (83 Millionen Euro zum 31. Dezember 2012) kein Problem.

Ein Nachteil für Anleger ist, dass Aton als GmbH in Sachen Transparenz bisher weniger bietet als eine börsennotierte AG. Dabei ist mit Thomas Eichelmann als Aton-Chef der ehemalige Finanzvorstand der Deutschen Börse AG (und derzeitige Aufsichtsratschef des Baudienstleisters Hochtief) am Ruder, also ein ausgewiesener Kenner der Kapitalmärkte.

Die neue Aton-Anleihe (200 Millionen Euro Volumen, 1000-Euro-Stücklung) ist eine interessante Anlage, kommt aber als spekulatives Papier nur für ein kleines Investment infrage.

Fondstipp - Semper Real Estate: Supermärkte schlagen Prunkbauten

Semper Real Estate

Des einen Leid ist des anderen Freud. Der TMW Immobilien Weltfonds, Schlusslicht in der Performanceliste der Immobilienfonds, wird in knapp sechs Monaten aufgelöst. Mit Billigung sogenannter Sachverständiger hat er ein überteuertes Portfolio gekauft. Ein weiteres unrühmliches Beispiel ist ein Hotelgebäude in Düsseldorf, das die spanische Melía-Gruppe betreibt. Die TMW-Anleger zahlten dafür 2007 noch 44 Millionen Euro, jetzt zahlte ihnen der Konkurrenzfonds UniImmo Deutschland nur 36 Millionen.

Der Volksbanken-Fonds hat ähnlich wie alle großen Fonds der heimischen Bankengruppen viel in der Kasse und muss investieren. Mitunter fließt Geld in gigantische Objekte. Eine halbe Milliarde Euro steckt der Deka-ImmobilienEuropa jetzt in einen Londoner Büroneubau.

Wer es lieber kleiner mag, der ist bei dem Semper Real Estate der österreichischen Privatbank Semper Constantia gut aufgehoben. Sein größtes Objekt steht mit 14 Millionen Euro in den Büchern, liegt in Ratingen und ist an SAP vermietet. Der Fonds wurde seit 2004 langsam aufgebaut. Mit 25 Immobilien aus Österreich und Deutschland kommt er auf ein Volumen von nur 163 Millionen Euro. 2008 musste er nach Mittelabflüssen schließen, schaffte es aber, die Anleger bei der Stange zu halten, und konnte wieder öffnen. Besonders hoch ist die Performance nur im Vergleich zu anderen Publikumsfonds, nicht aber, wenn man ihn mit Großanlegerfonds vergleicht. Der Aachener Grund etwa erzielt ähnliche Werte, steht aber nur der katholischen Kirche offen. Mit 33 Prozent Kreditquote ist das Portfolio des Semper-Fonds nicht übermäßig belastet und mit Zinsen von im Schnitt 1,85 Prozent günstig, allerdings auch nur kurzfristig finanziert.

In Arbeit
Bitte entschuldigen Sie. Dieses Element gibt es nicht mehr.

Prunkgebäude haben die Wiener nicht zu bieten. Auf ihrem Einkaufszettel stehen schmucklose Supermärkte, die Penny oder der Aldi-Ableger Hofer mieten. Die schmucklosen Bauten werden auch in sehr guten Zeiten keine üppigen Wertsteigerungen erzielen können. Aber bei einer Nettomietrendite von im Schnitt sieben Prozent werfen sie auch in schlechteren Zeiten noch genug ab. Der österreichische Fonds unterliegt weder deutschen Kündigungsfristen noch einer Mindesthaltedauer.

Diesen Artikel teilen:
© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%